Sturz-Drama

Langlauf-Damen nach Chaos-Staffel glücklich über Platz 10

14.02.2026

Die österreichische Langlauf-Staffel der Frauen hat am Samstag in Tesero, angeführt von Teresa Stadlober, im Olympia-Rennen Platz zehn erreicht.

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Stadlober und Toptalent Heidi Bucher im klassischen Stil sowie Katharina Brudermann und Lisa Achleitner im Skating schlugen sich beim ersten Winterspielauftritt einer weiblichen ÖOC-Staffel seit 2014 und Regenwetter beachtlich. Der Sieg ging unerwartet an Norwegen, da Favorit Schweden durch einen Sturz von Ebba Andersson zurückfiel.

Österreichs Startläuferin Stadlober absolvierte ihre 7,5 km als Vierte mit 9,9 Sek. Rückstand auch als zufriedenstellende Generalprobe für den 50-km-Bewerb in einer Woche. "Die Form passt ganz gut, wir haben auch beim Material was probiert, das hat gut funktioniert", sagte Stadlober und berichtete von einem "hektischen" Beginn mit vielen Positionskämpfen und sehr schlechten Loipenverhältnissen. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen anzutreten, sei aber sehr schön und etwas Besonderes gewesen. "Eine Staffel ist schon sehr cool. Wir haben uns alle sehr gefreut, man läuft ja nicht nur für sich, sondern für sein Land und die anderen Mädels genauso", sagte Stadlober und bezeichnete den zehnten Rang als sehr erfreuliches Ergebnis.

Stadlober voll auf 50er fokussiert, Lob für Bucher

Da sie den Teamsprint unter der Woche nicht läuft, ist bei der Medaillenanwärterin bereits alles auf den Marathon am Schlusstag der Winterspiele ausgerichtet. Die lange Pause sei nicht ideal, aber auch kein größeres Problem. "Man muss ja auch die Spannung hoch halten. Mit der Pause umzugehen, das betrifft auch einige andere, die um die Medaillen mitlaufen wollen." In Zukunft weit vorne mitmischen könnte möglicherweise auch Bucher. Die Tirolerin legte bei ihrem ersten Distanzrennen auf großer Bühne ein gelungenes Staffeldebüt hin. "Mit Heidi kommt schon eine sehr Gute nach, da stehen uns glückliche Jahre bevor. Sie ist mit 19 Jahren schon sehr abgebrüht und bringt gute Gene, viel Talent und mentale Stärke mit", sagte Stadlober im APA-Gespräch.

Bucher war von ihrem Auftritt und der Übergabe an der fünften Position an Brudermann begeistert. "Es war ein richtig gutes Rennen von mir. Ich war schon nervös, weil Teresa so weit vorne an mich übergeben hat. Aber ich habe einfach mein Rennen gemacht, ich darf sehr zufrieden sein, damit habe ich nicht gerechnet", sagte Bucher, die am Mittwoch mit Magdalena Scherz auch noch den Teamsprint absolvieren wird. Brudermann und Achleitner büßten auf den Skating-Abschnitten zwar noch fünf Positionen ein, brachten das erhoffte Top-Ten-Ergebnis aber ins Ziel.

Andersson-Lapsus warf blau-gelben Favoriten zurück

Die sowohl im Skiathlon wie auch über 10 km hinter Karlsson auf Rang zwei gekommene Andersson erwischte einen ganz schlechten Tag, nach einem Sturz musste sie für einen Skiwechsel etliche Meter im Gehschritt zurücklegen. Die so danach bloß als Achte losgelaufene Karlsson machte vier Plätze gut, aber nicht viel Zeit. Für Schlussläuferin Jonna Sundling war da nicht mehr als der Vorstoß auf den Silberrang möglich, vor Finnland (+1:14,7). Gold holten mit 50,9 Sek. Vorsprung die Norwegerinnen Kristin Fosnaes, Astrid Oeyre Slind, Karoline Simpson-Larsen und Heidi Weng.

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