Kritik
ÖSV-Coach trotz Silber-Sensation von Gstrein vor dem Aus
16.02.2026Trotz dem sensationellen Erfolg von Fabio Gstrein im Herren-Slalom steht Cheftrainer Marko Pfeifer in der Kritik.
Im allerletzten Herren-Rennen der Olympischen Spiele 2026, dem Slalom, ist es doch noch passiert. Der 28-jährige Tiroler Fabio Gstrein hat die Einzelmedaille unserer Ski-Herren in Bormio geholt. Abgesehen von der Silbernen im Team durch Manuel Feller und Vincent Kriechmayr gingen unsere Stars in allen anderen Bewerben leer aus. Die totale Ski-Blamage konnte nun doch noch abgewendet werden.
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Dabei retteten nicht die Mitfavoriten Marco Schwarz (10.), Michael Matt (8.) oder Manuel Feller (Ausfall im 1. Durchgang) unsere Ehre, sondern Gstrein. Der Technik-Spezialist war in seiner ganzen Karriere nie besser als Dritter (2x Slalom, 2x Team Parallel) und konnte nun seine Karriere mit der ersten Medaille krönen.
Olympia-Gen liegt bei Gstrein in der Familie
Vor vier Jahren überraschte Slalom-Star Johannes Strolz mit zwei Mal Gold und einer Silbernen in Peking das ganze Land. Er trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Hubert, der 1988 in Calgary Kombi-Gold und RTL-Silber holte. Und auch Gstrein hat das Medaillen-Gen scheinbar in der Familie. Sein Großcousin Bernhard landete 1988 in der Kombination auf Rang 2, nun kommt wird die Medaillen-Sammlung im Hause Gstrein um eine weitere Silberne erweitert. Richtig lässig – ich habe eine richtige Gaudi damit“, jubelte der Technik-Spezialist nach dem Rennen im ORF.
Chef-Trainer Pfeifer weiter angezählt
Ob die Silber-Rettung unserer Ski-Ehre auch Herren-Cheftrainer Marco Pfeifer vor dem möglichen Aus seiner Amtszeit bewahrt ist aber dennoch mehr als unwahrscheinlich. Zwei Mal Silber und keine einzige Kristallkugel in dieser Saison sind zu wenig für die hohen Ansprüche des ÖSV.
Noch dazu sollen die Athleten selbst das Vertrauen in den Coach verloren haben. Sinnbildlich dafür war der folgenschwere Fehler um Marco Schwarz. Anstatt unseren Allrounder bei der letzten Weltcup-Abfahrt in Crans Montana starten zu lassen, gab es ein Spezial-Training in Saalbach. Dadurch war „Blacky“ allerdings auch nicht für die Trainings in Bormio zugelassen. Ein Umstand, der Schwarz wohl auch während der Spiele stark belastet hatte, was man an den Resultaten sah.