Haaser auf Platz 5

Rot-weiß-rote Pleite bei nächster Gala von Speed-König von Allmen

11.02.2026

Franjo von Allmen ist der neue Speed-König. Nach Gold in der Abfahrt und in der Team-Kombi triumphiert der Schweizer auch im Super-G. Unsere Stars gingen diesmal leer aus, Raphael Haaser landet als unser Bester auf Platz 5.

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Ski-Rennläufer Franjo von Allmen hat zum dritten Mal bei diesen Olympischen Spielen Gold geholt. Der Schweizer, der zuvor schon die Abfahrt sowie mit Tanguy Nef die Team-Kombination gewonnen hatte, triumphierte am Mittwoch in Bormio auch im Super-G und trat damit in die Fußstapfen von Toni Sailer und Jean-Claude Killy. Die Österreicher gingen wie in der Abfahrt leer aus. Silber ging an den US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, Topfavorit Marco Odermatt blieb Bronze.

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Der Kitzbüheler Sailer (1956 in Cortina d'Ampezzo) und der Franzose Killy (1968 in Grenoble) waren bisher die einzigen beiden Männer, die bei ein und denselben Winterspielen drei Goldmedaillen gewonnen haben. Von Allmen ist zudem der erste Super-G-Olympiasieger aus der Schweiz und der erste Athlet, der unter den fünf Ringen das goldene Speed-Double aus Abfahrt und Super-G schaffte.

Selbstkritik bei Österreichern

Bester ÖOC-Starter war Raphael Haaser als Fünfter, Vincent Kriechmayr belegte in seinem womöglich letzten Olympia-Rennen den achten Platz. Marco Schwarz war 14., Stefan Babinsky verpasste die Top 20. "Die Fahrt war grundsätzlich von oben bis unten viel zu brav", analysierte Haaser. "Ab und zu waren auch unsaubere Kurven dabei, wo ich wirklich gemerkt habe, dass es mir das Tempo runterreißt."

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Auch Kriechmayr, Sechster der Abfahrt, haderte mit seiner Leistung. "Ich bin viel zu ehrgeizig, dass mich das nicht voll anzipft. Nicht so auf den Punkt gebracht", meinte er im ORF-Interview. "Oben ist es sich vielleicht eine Spur zu leicht ausgegangen, dann habe ich ihn zwei-, dreimal sogar leicht angestellt, obwohl es das nicht gebraucht hätte. Den Rest muss ich mir anschauen."

 

 

 

Hohe Geschwindigkeit forderte Schwarz

Schwarz sprach die direkte Kurssetzung an, die nicht seinen Vorlieben entsprach. "Ich habe die Kurven vergeblich gesucht. Es ist schon ziemlich dahingegangen, da geht mir vielleicht ein bisschen das Speed-Training ab, die hohen Geschwindigkeiten", sagte der Kärntner. "Für mich persönlich wäre der Super-G ein bisschen technischer gut." Den Speed "muss man gewohnt sein, den muss man spüren".

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