Nord. Kombination
SILBER! Lamparter schlägt auch auf Großschanze zu
17.02.2026Wahnsinn! Johannes Lamparter verteidigt den zweiten Platz im Springen auf der Großschanze im Skilanglauf über 10 Kilometer und holt sensationell SILBER (+5,9 Sekunden). Es ist nach Silber auf der Normalschanze also seine zweite Medaille bei Olympia.
Dritter wurde der Finne Ikka Herola (+14,8), der Sieger auf der Normalschanze Jens Luuras Oftebro (24:45,0) war erneut zu stark für die Konkurrenz. Stefan Rettenegger (+1:09,7) schaffte es mit der viertschnellsten Laufzeit als Achter in die Top Ten, sein Bruder Thomas (+1:45,6) als Elfter knapp nicht.
Lamparter begann das Rennen, wie nach dem Sprung schon angekündigt, mit einem sehr schnellen Start. Schon nach 1,2 Kilometern hatte der Österreicher einen Vorsprung von 12,6 Sekunden auf Sprungleader Ryota Yamamoto herausgeholt. Der Japaner hatte das 10-km-Rennen mit acht Sek. Vorsprung auf Lamparter eröffnet. Nach dem ersten Viertel lag er 17,9 voran. Skoglund, Jens Luraas Oftebro und Ilkka Herola verschärften das Tempo und Lamparter wurde noch im Zuge der zweiten Runde von dem Trio eingeholt.
"Richtig geiler Tag"
Aus der Vier-Mann-Spitzengruppe fiel Skoglund in der dritten Runde etwas zurück, das Rennen entwickelte sich zum Dreikampf um die Farbe der Medaille. Im letzten Anstieg vor dem Ziel setzte sich Oftebro aber entscheidend durch, Lamparter hatte am letzten Kilometer keine Chance mehr auf Gold, der Schlusssprint war aber schlichtweg zu viel. Trotz einer Verdopplung seiner Medaillen-Ausbeute schien der 24-Jährige im Ziel nicht hundertprozentig zufrieden.
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Trotz seiner ersten Enttäuschung, gab sich Lamparter im ORF-Interview sehr glücklich: "Ich bin schon sehr, sehr zufrieden. Man arbeitet den ganzen Sommer darauf hin, dass der Körper halt nicht eingeht. Aber man gewinnt nicht jeden Tag Medaillen, also bin ich schon zufrieden. Man muss vor Oftebro einfach den Hut ziehen. Trotzdem richtig geiler Tag."
Lamparter hatte nicht damit gerechnet, dass er mit dem sehr schnellen Start Oftebro überraschen kann. "Ich habe schon gewusst, dass er mit mir spielt, der Jens, weil er die anderen ausgenutzt hat, dass sie die Führungsarbeit machen. Dann wollte er sofort bei mir vorbei. Ich bin aber trotzdem mitgekommen. Ich bin die ersten zwei Runden vielleicht nicht hundertprozentig gelaufen, aber schon auf Zug. So ist die Gruppe nicht allzu groß geworden, und es waren nur drei, vier Leute."
Auf die Frage, ob zwei Silberne doppelt so schön sind wie eine, sagte er lachend: "Ja schon. Wenn zwei Medaillen zusammenschlagen, weiß man, man hat was richtig gemacht."
Oftebro hat nur von einer Goldenen geträumt
Die Rettenegger-Brüder waren mit ihren Rennen nicht zufrieden. "Ich habe es auf der Schanze verschissen. Da habe ich vor dem Rennen gewusst, dass da nichts gehen wird", sagte Stefan, der die ganze Zeit allein laufen musste. "Das war komisch, so ein Rennen, wo man keinen sieht. Aber ich habe einen guten Zug laufen können, ich war schnell. Es zeigt, dass heute was möglich gewesen wäre. Ich habe mich echt gut gefühlt, die Füße waren frisch. Aber das ist leider recht irrelevant." Er hofft nun auf einen weiteren Einsatz mit Lamparter im Team-Sprint, ein Platz, der ihm kaum zu nehmen sein wird.
Bruder Thomas habe schon vor dem Rennen gewusst, dass er alles riskieren muss. Das habe ich getan. Es waren zwei Ausgänge, entweder ich komme ganz vorne ins Ziel oder mich sprengt es. Es hat mich heute gesprengt." Und was sagte der frisch gebackene Doppel-Olympiasieger? Mit Doppel-Gold hatte er jedenfalls nicht gerechnet: "Nein. Ich habe von einer Goldenen geträumt, aber es zweimal zu schaffen, ist großartig. Auch auf der Großschanze, das ist schwer, die Österreicher zu schnappen."