Alarmstufe Rot
Skispringer zittern vor dem Penis-Gate
09.02.2026Vor dem heutigen Springen (18.45 Uhr) auf der Normalschanze gibt es einen Riesen-Wirbel.
Es ist das Thema bei den Skisprung-Bewerben in Predazzo. In den VIP-Lounges und im Pressezentrum starrt heute Abend niemand auf die V-Stil-Technik. Der Blick der Weltelite wandert – etwas peinlich berührt – ein paar Etagen tiefer: in den Schritt der Athleten. Grund: Ein Penis-Gate sorgt bei Olympia für viele Verschwörungstheorien.
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Zur Erklärung: Jeder Athlet wird in einem 3D-Scanner vor der Saison vermessen, um die exakte Größe seines Sprunganzugs festzulegen. Das Problem: Ein entscheidender Messpunkt ist der Schritt – also das tiefste Ende der Genitalien. Dieser Punkt definiert, wo der „Sitz“ des Anzugs beginnt. Je tiefer dieser Punkt liegt, desto tiefer darf die Naht des Anzugs sitzen.
Der „Hack“: Zwei Zentimeter für den Sieg
Hier setzt die bizarre Methode an, über die jeder spricht. Die Theorie des „Penis-Gate“ ist so simpel wie effektiv: Durch eine gezielte Injektion von Hyaluronsäure vergrößert sich der Umfang im Genitalbereich vorübergehend um etwa zwei Zentimeter. Was nach einem fragwürdigen kosmetischen Eingriff klingt, hat ein knallhartes Ziel: Der Messpunkt beim 3D-Scan verschiebt sich dadurch künstlich nach unten. Der Athlet „mogelt“ sich eine tiefere Schrittführung herbei, noch bevor der erste Schneider den Stoff für den Anzug zuschneidet.
Die Folge: Das menschliche Segel
Warum nimmt ein Weltklasse-Athlet solche Schmerzen und Risiken auf sich? Die Antwort liegt in der Aerodynamik. Die mathematische Gleichung hinter dem Betrug ist erschreckend präzise: Der Auftrieb: Experten und Studien (unter anderem im Fachmagazin Frontiers) schätzen, dass diese zwei Zentimeter mehr Stoff bis zu 5 % mehr Auftrieb generieren können. Die Weite: Bei einem Sprung auf einer Großschanze von 130 Metern bedeuten diese 5 % einen Bonus von etwa 5 bis 6 Metern Extraweite. Das ist nicht nur ein kleiner Vorteil – das ist der Unterschied zwischen einem Platz im Mittelfeld und der Goldmedaille.