Gall weiter Top
Narvaez gewann 8. Giro-Etappe nach Vingegaard-Schock
16.05.2026Jhonatan Narvaez hat die achte Etappe des Giro d'Italia gewonnen und damit bereits zum zweiten Mal bei der laufenden Ausgabe einen Tagessieg eingefahren.
In einem hektischen Teilstück über 156 km von Chieti nach Fermo siegte der UAE-Profi aus Ecuador am Samstag nach einem Solo kurz vor Schluss mit einem Vorsprung von mehr als einer halben Minute. Der Osttiroler Felix Gall kam mit den Topfavoriten um Jonas Vingegaard ins Ziel und verteidigte seinen dritten Gesamtrang.
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Das Rosa Trikot des Gesamtführenden trägt weiter der Portugiese Afonso Eulalio, mit einem Vorsprung von 3:15 Min. auf Vingegaard. Gall verlor am letzten Hügel vor der Ziellinie noch zwei Sekunden auf Vingegaard und wurde Tages-33. (+1:53 Min.) unmittelbar hinter seinem Decathlon-Teamkollegen Gregor Mühlberger. In der Gesamtwertung beträgt der Rückstand des rot-weiß-roten Hoffnungsträgers 3:34 Min.
Für Vingegaard gab es einen Schreckmoment, als das Peloton auseinanderriss und er in der hinteren Gruppe war. Doch sein Team fuhr die Lücke zu. Dann konnte sich das Trio aus Bjerg, Narvaez und Leknessund lösen. Im hügeligen Finale mit steilen Rampen setzte sich der 29 Jahre alte Narvaez knapp zehn Kilometer vor dem Ziel ab.
Nächste Monster-Etappe
Am Sonntag steht die nächste Bergankunft auf dem Programm, die für Veränderungen im Gesamtklassement sorgen könnte. Für das Peloton geht es auf den Corno alle Scale, mehr als 2.300 Höhenmeter gilt es insgesamt zu überwinden.
Narvaez hatte bereits die vierte Giro-Etappe gewonnen. Dieses Mal setzte er knapp zehn Kilometer vor dem Ziel aus einer dreiköpfigen Ausreißergruppe die entscheidende Attacke. Hinter Narvaez kam das norwegische Uno-X-Duo Andreas Leknessund (+32 Sek.) und Martin Tjötta (+42) ins Ziel. Zuvor hatte sich in den ersten 80 Kilometern des Teilstücks trotz vieler Attacken keine Ausreißergruppe gebildet. Erst im hügeligen Finish setzten sich einige Fahrer ab. Narvaez, sein UAE-Teamkollege Mikkel Bjerg und Leknessund fuhren einen kleinen Abstand auf eine 30-köpfige Verfolgergruppe heraus. Das Hauptfeld mit den Favoriten hielt den Rückstand aber in Grenzen.