EBEL

Nödl hat mit Innsbruck viel vor

03.10.2012

Vor dem Duell mit Thomas Vanek gibt sich der Wiener zuversichtlich.

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Nach acht Runden der Erste Bank Eishockey Liga liegt Aufsteiger HC TWK Innsbruck noch sieglos am Tabellenende. Das soll sich bald ändern, zumindest wenn es nach dem neuen Star in der Mannschaft von Trainer Daniel Naud geht. "Ich will dem Team helfen, Spiele zu gewinnen", erklärte NHL-Stürmer Andreas Nödl am Mittwoch.

NHL-Star freut sich auf Innsbruck
Nödl hatte zunächst mit seinem Clubkollegen bei den Carolina Hurricanes in Raleigh/North Carolina trainiert. Vergangene Woche kehrte er nach Philadelphia zu seiner im siebenten Monat schwangeren Verlobten Jena zurück und arbeitete solo an seiner Fitness. Nun ist er froh, dass er endlich auch spielen kann. "Ich habe meinem Agenten gesagt, dass ich spielen will. Innsbruck hat Interesse gezeigt, und ich habe gesagt, das machen wir. Glücklicherweise haben sie einen Sponsor gefunden, ich weiß, dass das nicht so leicht ist. Ich bin sehr froh, dass ich in Innsbruck spielen kann", erklärte der 25-jährige Flügelstürmer.

Reise ins Ungewisse
Was auf ihn zukommt, weiß er nicht so genau. Der Wiener hatte noch keinen Kontakt mit den künftigen Kollegen, einige kennt er aber aus den diversen Nachwuchs-Nationalteams. "Keine Ahnung, was mich erwartet, ich habe noch nie in der ersten Liga gespielt", sagte Nödl, der im Sommer 2004 vom zweitklassigen WE-V nach Amerika (Sioux Falls Stampede) gewechselt war. "Aber ich kenne viele Legionäre aus dem College oder der AHL. Daher weiß ich, wie technisch stark die Mannschaften sind."

EBEL-Debüt in Ungarn
Ein erstes Kennenlernen gibt es für 187-fachen NHL-Spieler (für die Philadelphia Flyers und Carolina Hurricanes) bereits am Freitag (19:15) beim Auswärtsspiel in Ungarn. "Ich habe meine Mutter gefragt, wo Szekesfehervar liegt", gestand der Wiener, der nach seiner Präsentation in Innsbruck am Donnerstag nach Wien fährt, bei seiner Mutter bleibt und am Freitag nach Ungarn reist. Ob Freundin Jena nachreist, wird sich Mitte Oktober weisen.

Nödl verspricht 100 Prozent
Bis dahin will er mit Innsbruck schon Punkte gesammelt haben. Nödl weiß natürlich, dass sein neuer Club Tabellenschlusslicht ist. Der Aufsteiger verzichtete auf teure Verstärkungen. "Man muss den Tiroler Weg sehr schätzen", erklärte er und versprach: "Ich gehe nach Innsbruck, weil ich Hockey spielen will und gebe immer 100 Prozent".

Duell mit Vanek
Das wird auch am Sonnntag so sein, wenn er mit Innsbruck nach Graz reist und dort auf seinen Freund und NHL-Star Thomas Vanek trifft, der den "lockout" bei den Graz 99ers überbrückt. "Ich habe am Dienstag mit Thomas gesprochen. Wir werden gewinnen, wir fahren nicht hin, um zu verlieren", gab er sich zuversichtlich.

Nödl & Vanek wollen Eishockey pushen
Dass das vorerst bis 4. November befristete Gastspiel der beiden österreichischen Top-Spieler in ihrer alten Heimat einen Hype ausgelöst hat, findet Nödl nur positiv. "Das ist gut für das Eishockey, deswegen wollte ich - und ich glaube auch Thomas - nach Österreich. Das bringt mehr Zuschauer und pusht Eishockey. Ich bin nicht der große Star, aber mit Thomas ist das eine super Sache."

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