Vier-Schanzen-Tournee

Schlierenzauer gewinnt Innsbruck-Quali

03.01.2013

Tiroler bleibt neuerlich vor Tournee-Leader Jacobsen.

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Gregor Schlierenzauer hat sich im Tournee-Duell mit Anders Jacobsen am Donnerstag in Innsbruck bestens in Position gebracht. So wie bereits zuvor in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen erhielt der Titelverteidiger auch in seinem "Wohnzimmer", auf der Bergisel-Schanze, die Bestnote in der Qualifikation. Mit einem Flug auf 123,5 Meter setzte er sich um 2,2 Punkte vor einem Trio mit dem Gesamtführenden Jacobsen (125,5) durch. Der Norweger hat allerdings in beiden bisherigen Bewerben vor Schlierenzauer triumphiert und führt mit 12,5 Punkten Vorsprung.

"Schlieri" will Tournee-Sieg
Schlierenzauer fühlt sich bestens gerüstet und peilt in der mit mehr als 22.000 Zuschauern ausverkauften Arena am Freitag (13.45 im oe24-LIVETICKER) seinen zweiten Sieg nach 2010 an. "Das ist die beste Motivation, ich weiß, dass ich extrem gut drauf bin", sagte der Stubaier, der am 7. Jänner 23 Jahre alt wird, nach seinem ersten Platz. Mit seinem Sprung war er zufrieden. "Auch wenn es nicht der beste des Tages war."

Den Sieg in der Gesamtwertung hat Schlierenzauer weiterhin fest im Visier. "Es geht knapp her, in Innsbruck und Bischofshofen kann noch viel passieren", stellte der Gewinner von 43 Weltcupbewerben fest. Der Quali-Sieg brächte auch den taktischen Vorteil, dass er als Letzter springen dürfe, bemerkte er. Das sei wichtig wegen einer möglichen Anlaufverkürzung und den dafür vergebenen Bonuspunkten.

Norweger gibt sich keine Blöße
Doch auch Jacobsen springt weiterhin beständig gut. Er hatte in Innsbruck 2007 seinen einzigen Tagessieg auf dem Weg zum Tournee-Triumph gefeiert und lässt sich von der Stadion-Atmosphäre so wie die Lokalmatadore inspirieren.

Bergisel liegt ÖSV-Adlern
In den vergangenen vier Jahren haben jeweils Österreicher auf der ÖSV-Schanze oberhalb der Olympiastadt gewonnen. Doch Training und Qualifikation zeigten, dass Schlierenzauer aktuell weiterhin der einzige ÖSV-Athlet auf Top-Standard ist. Thomas Morgenstern (Bergisel-Sieger 2011) platzierte sich als zweitbester Österreicher an der elften Stelle (123,0), Wolfgang Loitzl (2009) erreichte als 15. sein bisheriges Niveau, aber nicht mehr, und Andreas Kofler (2012) scheint nach der Anzug-Affäre weiterhin nicht an die Lockerheit bei seinen zwei Saisonsiegen anschließen zu können (31.).

"Morgi" und Kraft zufrieden
Morgenstern freute sich immerhin über die Rückkehr auf die Heimschanze. "Die Schneespur im Anlauf taugt mir mehr als die Eiskeramik in Oberstdorf und Garmisch", sagte der Jungvater. "Der Sprung war ganz okay, morgen mache ich da weiter." Gut mitgemischt hat auch der Salzburger Stefan Kraft, der Führende im Kontinentalcup, als 22. (121,0 m). "Für mich ist es gerade sehr einfach. Ich springe weg und es trägt gut. Es macht Spaß", erklärte der 19-Jährige vom SV Schwarzach, der freilich mit anderen Maßstäben gemessen wird als das Weltcup-Team.

Insgesamt zehn Österreicher sind im Bewerb dabei. Neben den fix qualifizierten Athleten Schlierenzauer, Kofler und Morgenstern schafften es auch Loitzl und Michael Hayböck (jeweils 15.), Kraft (22.), Martin Koch (25.), Manuel Fettner (27.), Lukas Müller (49.) und David Unterberger (50.). Die zwei letzteren müssen im 1. Durchgang zu den k.o.-Duellen gegen Jacobsen bzw. Schlierenzauer antreten.

Die Paarungen für den K.o.-Durchgang:

Schlierenzauer - Unterberger, Müller - Jacobsen, Morgenstern - Andreas Wellinger (GER), Loitzl - Ilija Rosljakow (RUS), Koch - Lauri Asikainen (FIN), Fettner - Robert Kranjec (SLO), Kraft - Matjaz Pungartar (SLO), Hayböck - Sebastian Colloredo (ITA), Kofler - Dmitrij Wasilijew (RUS)
 

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