Super-G in Tarvis

ÖSV-Pleite bei Aicher-Sieg im Nebel

18.01.2026

Die deutsche Allrounderin Emma Aicher (22) triumphierte beim Super-G in Tarvis vor US-Star Lindsey Vonn (41/+0,27) und Ester Ledecka (CZE/+0,94). Beste Österreicherin: Mirjam Puchner als Neunte.

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© gepa
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Aicher behielt bei schwierigen Bedingungen mit Nebel im oberen Streckenteil den Durchblick und jubelte über ihren vierten Weltcupsieg, den zweiten im Super-G nach La Thuile 2025 und meinte zu ihrem Lauf: "Der ist mir von oben bis unten gelungen." Ihr Erfolgsgeheimnis beim Monsterprogramm mit Starts in allen Disziplinen: "Nicht zu viel nachdenken, einfach fahren."

Lindsey Vonn bewies nach dem 3. Platz 24 Stunden davor in der Abfahrt auch im Super-G aufsteigende Form, ärgerte sich über ihren knappen Rückstand, meinte aber augenzwinkernd: "Vielleicht hab ich mir die für Cortina (Olympia im Februar, d. Red.) aufgehoben."

Alice Robinson riskierte beim letzten Sprung zu viel, stürzte ins Ziel und verlor die Führung im Super-G-Weltcup an Sofia Goggia (ITA/6.). Auf Gesamtplatz 2 liegt die Abfahrts-Führende Vonn, die es bei acht Speedrennen im Ziel jedes Mal in die Top 4 geschafft hat.

Conny Hütter & ÖSV-Kolleginnen enttäuschten

Die Österreicherinnen enttäuschten: Nur Mirjam Puchner schaffte es als Neunte (+1,46) in die Top 10. Nina Ortlieb, 24 Stunden davor in der Abfahrt als beste ÖSV-Lady Vierte, musste sich mit Platz 17 begnügen (+1,65).

Conny Hütter und schüttelte nach den Plätzen 18 am Tag davor in der Tarvis-Abfahrt bzw. 12 im Super-G den Kopf: "Wieder ein mühsamer Arbeitstag. Da runter finde ich nicht einfach meinen Speed. Deswegen bin ich froh, wenn ich wieder über die Grenze fahre und wieder gscheit trainieren kann."

Bei den Österreicherinnen fehlt drei Wochen vor den Olympia-Rennen die "Leichtigkeit", wie es Cheftrainer Roland Assinger nach der Abfahrt sagte. Dort zeichnet sich mit Hütter, Puchner, Ariane Rädler und Nina Ortlieb das Olympiateam ab. Im Super-G sieht es nach nun drei Rennen nach zumindest Hütter, Puchner und Rädler aus, die bisher in die Top 10 kamen. Wer das Quartett vervollständigt, scheint offen. 

Die nächsten Speedrennen - zugleich die letzten vor Olympia - steigen am letzten Jänner-Wochenende in Crans Montana. 

Davor stehen am Dienstag (10.30/13.30 Uhr/ORF1 live) ein Riesentorlauf am Kronplatz bzw. am 24./25. Jänner RTL und Slalom in Spindlermühle am Programm.

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