Gegen Mullahs

Ab Samstag angriffsbereit: Schlägt Trump jetzt im Iran zu?

19.02.2026

Die USA sind ab diesem Samstag im Iran angriffsbereit. 

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Die USA und der Iran haben bei ihren Atomgesprächen in Genf eine erste diplomatische Annäherung erzielt, der diplomatische Fortschritt steht im scharfen Kontrast zur militärischen Lage in der Golfregion.

Streitkräfte verlegt

Nach Informationen von CNN und CBS wurde der US-Präsident Donald Trump darüber unterrichtet, dass das Militär am Samstag für einen möglichen Schlag gegen den Iran einsatzbereit sei. Eine endgültige Entscheidung über ein Eingreifen habe Trump Insidern zufolge jedoch noch nicht getroffen.

In den vergangenen Tagen haben zahlreiche US-Kampfjets ihre Stützpunkte in den Vereinigten Staaten und Europa verlassen – mit Kurs auf den Nahen Osten. Laut der Military Air Tracking Alliance (Mata), einem Zusammenschluss von 30 Open-Source-Analysten, die weltweit militärische Flugbewegungen beobachten, handelt es sich um die umfangreichste Verlegung von Luftstreitkräften seit dem Irakkrieg im Jahr 2003.

Demnach sollen sich bereits mehr als 85 Tankflugzeuge sowie über 170 Transportmaschinen auf dem Weg in die Krisenregion befinden.

Auch rhetorisch hatten sich die Fronten verhärtet: US-Präsident Donald Trump erklärte kürzlich, ein Regimewechsel im Iran sei womöglich das Beste, was passieren könne. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, wies dies am Dienstag zurück. Jeder Versuch der USA, die Regierung in Teheran zu stürzen, werde scheitern, zitierten ihn staatliche Medien.

 

Die Infografik zeigt die wichtigsten Ereignisse im Konflikt um das iranische Atomprogramm von 2002 bis 2026. 2002 wird Irans Urananreicherung bekannt, 2006 folgen UNO-Sanktionen. 2015 wird das Wiener Abkommen geschlossen, das Sanktionen gegen Kontrolle des Atomprogramms tauscht. 2018 und 2019 steigen die USA aus dem Abkommen aus und verhängen erneut Sanktionen. 2025 bombardieren Israel und die USA iranische Atomanlagen, alle UNO-Sanktionen treten wieder in Kraft. 2026 beginnen neue Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Eine Karte markiert die Standorte Teheran, Fordo, Natanz und Isfahan. Quelle: APA.

 

 

"Spiel mit dem Feuer"

Russlands Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA unterdessen vor einem neuen Militärschlag gegen den Iran und verwies dabei auf ernste Konsequenzen. Es habe bereits Angriffe auf iranische Atomanlagen unter der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gegeben, sagte Lawrow am Mittwoch in einem Interview mit dem saudi-arabischen Fernsehsender Al-Arabiya. "Nach unserer Einschätzung gab es dabei reale Risiken eines nuklearen Zwischenfalls."

Niemand in der Region wolle eine Zunahme der Spannungen. "Jeder versteht, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist." Lawrow forderte Zurückhaltung, um eine Lösung zu finden, die dem Iran ein friedliches Atomprogramm ermögliche. Das Interview wurde einen Tag nach indirekten Gesprächen zwischen Unterhändlern der USA und des Irans in Genf ausgestrahlt.