Russland

Attentat auf General in Moskau: Lebenslange Haft für Usbeken

21.01.2026

In Russland ist ein Mann aus Usbekistan wegen eines im Auftrag der Ukraine verübten tödlichen Anschlags auf ein Mitglied des russischen Generalstabs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. 

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© AFP
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Achmadschon Kurbonow wurde am Mittwoch von einem Militärgericht in Moskau für schuldig befunden, den hochrangigen General Igor Kirillow 2024 durch die Zündung eines in einem Elektroroller versteckten Sprengsatzes getötet zu haben. Drei weitere Männer erhielten zwischen 18 und 25 Jahre Haft.

Ihnen wurde laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti Komplizenschaft vorgeworfen. Kirillow war im Dezember 2024 in Moskau bei der Explosion des mit Sprengstoff präparierten Rollers getötet worden. Der 54-Jährige war als Kommandant der russischen Truppen für die Abwehr von Angriffen mit radioaktiven, biologischen und chemischen Kampfstoffen zuständig. Zugleich war er ein wichtiger Propagandist des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Bei dem Anschlag starb auch sein Adjutant.

Nach Angaben russischer Ermittler 

Kurz darauf reklamierte der ukrainische Geheimdienst SBU den Anschlag für sich. Kiew warf Kirillow vor, den Einsatz von "verbotenen Chemiewaffen gegen die ukrainische Armee" angeordnet zu haben. Nach Angaben russischer Ermittler hatte die Ukraine Kurbonow 100.000 Dollar (rund 85.500 Euro) für die Tat versprochen. Zudem wurde ihm die Möglichkeit in Aussicht gestellt, in ein europäisches Land zu fliehen.

Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere mit dem Militäreinsatz in Verbindung stehende Russen bei Sprengstoffanschlägen in Russland getötet. Nach dem Tod von Kirillow hatte der russische Präsident Wladimir Putin in einem seltenen Eingeständnis Fehler der Geheimdienste im Zusammenhang mit dem Anschlag eingeräumt. 

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