Brandkatastrophe

Crans-Montana: Todesbar-Betreiber bricht sein Schweigen

05.02.2026

Die Besitzer der Inferno-Bar in Crans-Montana haben sich in einem persönlichen Brief an ihre Angestellten gewandt.  

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"Wir werden euch nicht im Stich lassen", schreiben Jacques und Jessica Moretti. "Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen." Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

In der Bar Le Constellation in dem schweizerischen Skiort war bei einer Silvesterparty Feuer ausgebrochen. 41 Menschen sind gestorben, rund 80 teils schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Morettis wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

© AFP

Morettis: Wollen Verantwortung nicht abwälzen

Die Morettis schreiben, wegen der laufenden Ermittlungen hätten sie Worte ihres tiefen Mitgefühls unmittelbar nach der Tragödie zurückhalten müssen. "Dieses Schweigen war unendlich schwer und schmerzhaft. Für Sie. Und für uns. Wir bedauern dies zutiefst." Keiner der Angestellten habe es verdient, so etwas erleben zu müssen. "Wir tragen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, sie auf euch abzuwälzen", heißt es weiter.

© x

Erste Zahlungen für Opfer

Unterdessen erfolgten die ersten Zahlungen der Soforthilfe in Höhe von 10.000 Franken (rund 10.906 Euro) für jedes hospitalisierte Opfer oder jede Familie der verstorbenen Personen der Brandkatastrophe. Sie betreffen derzeit insgesamt 48 Opfer.

Darunter sind 14 Zahlungsanträge, die auf Konten im Ausland überwiesen werden, sieben in Frankreich, sechs in Italien und einer in Belgien, wie der Kanton Wallis am Donnerstag mitteilte. Bevor diese Zahlungen vorgenommen werden konnten, hätten die Behörden eine Reihe von administrativen Überprüfungen durchführen müssen.

© Police Cantonale Valaisanne

"Derzeit werden die Anträge fortlaufend bearbeitet, sobald die erforderlichen Unterlagen eingehen, und zur Zahlung an die Bank weitergeleitet", teilte der Kanton mit. Zudem unternehme der Staatsrat alles, um die Stiftung rasch zu gründen, welcher er einen Betrag von 10 Millionen Franken (rund 10,9 Millionen Euro) zukommen lassen will.