Für 40 Menschen wurde die Bar „Le Constellation“ im Schweizer Wintersportort Crans-Montana zur Todesfalle.
Sie starben bei einem Brand oder erlagen kurz darauf ihren schweren Verletzungen. Nun kommt ans Licht, dass es bereits mehr als ein Jahr vor dem tödlichen Inferno zu einem Feuer in dem Lokal gekommen sein soll.
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Rund einen Monat nach dem Brand meldete sich ein Zeuge bei den Ermittlern. Er berichtete, dass im Dezember 2024 in der Bar bereits ein Feuer ausgebrochen war – unter ähnlichen Umständen wie in der Neujahrsnacht. Auch damals soll die Schaumstoff-Decke im Clubraum Feuer gefangen haben.
Schaumstoff brannte
Nach Angaben der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“, die sich auf einen Anwalt eines Opfers beruft, hatten Gäste Kerzen in der Nähe des verbauten Dämmstoffs aufgestellt. Der Schaumstoff geriet in Brand, konnte jedoch durch das rasche Eingreifen von Gästen und Personal gelöscht werden. Danach sei der Abend fortgesetzt worden. Eine Katastrophe blieb zu diesem Zeitpunkt aus. 13 Monate später geriet derselbe verbaute Billig-Schaumstoff durch Sprühkerzen erneut in Brand – mit tödlichen Folgen für 40 Menschen.
Immer wieder Feuer-Probleme
Zusätzlich geriet ein weiteres Lokal der Betreiber bereits im Jahr 2023 in Brand, kurz nach dessen Übernahme. In der betroffenen Trattoria, die laut Bericht als „baufällig“ gegolten haben soll, befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers keine Gäste. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung wurden eingestellt, das Restaurant renoviert und später unter dem Namen „Le Vieux Chalet“ wiedereröffnet.
Im Fokus der Ermittlungen stehen nun Barbetreiber Jacques Moretti und seine Ehefrau. Ihnen droht ein Prozess wegen fahrlässiger Tötung, schwerer vorsätzlicher Körperverletzung sowie weiterer Vorwürfe. Moretti wurde mittlerweile gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen.