US-Präsident Donald Trump hat eine Erhöhung der Zölle auf Importe Südkoreas angekündigt und dem Verbündeten vorgeworfen, einen Handelspakt nicht einzuhalten.
"Das südkoreanische Parlament wird seinem Abkommen mit den Vereinigten Staaten nicht gerecht", schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social.
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"Da das koreanische Parlament unser historisches Handelsabkommen nicht in Kraft gesetzt hat, was sein gutes Recht ist, erhöhe ich hiermit die südkoreanischen Zölle auf Autos, Holz, Pharmazeutika und alle anderen gegenseitigen Zölle von 15 auf 25 Prozent." Das südkoreanische Präsidialamt äußerte sich zunächst nicht.
Trump nutzt Zölle gerne
Südkorea hatte daran gearbeitet, ein im November mit den USA angekündigtes Abkommen umzusetzen, das die US-Zölle auf seine Exporte senken sollte. Zuletzt hatte Südkorea zudem mit Washington Gespräche geführt, um die Ermittlungen Seouls gegen das US-E-Commerce-Unternehmen Coupang wegen eines massiven Datenlecks zu erläutern.
Trump hat während seiner zweiten Amtszeit wiederholt Zölle als außenpolitisches Druckmittel gegen verschiedene Staaten eingesetzt. Dabei hat er Androhungen nicht immer umgesetzt, sondern manchmal auch verworfen oder abgeschwächt. Trumps Vorgehen wird derzeit in einem Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof der USA auf seine Rechtmäßigkeit hin überprüft.