Donald Trump erhob in Davos erneut den Anspruch auf Grönland: „Alles, was ich will, ist Grönland, gebt uns diesen Brocken Eis“.
Darüber solle es sofort Verhandlungen geben, wurde Trump deutlich . Es sei ein Fehler gewesen, dass die USA die Insel nach dem Krieg an Dänemark zurückgegeben hätten, machte Trump seine eigene Geschichtsschreibung.
Rutte versuchte zu besänftigen
Zuvor war seine Reise nach Davos unter keinem guten Stern gestanden: Weil die sagenumwobene Air Force 1 einen „elektrischen Fehler“ hatte, musste Donald Trump nach der Rückkehr zur Andrews Air Base in eine kleinere Boeing 757 umsteigen. Dank Rückenwind kam der US-Präsident trotzdem halbwegs pünktlich in Zürich bzw, Davos an.
Dort hatten sich inzwischen die 500 Medienvertreter um die freien Plätze geprügelt – alle wollten sie hören. Ob Trump bereit ist zu Äußersten zu gehen und mit der Annexion Grönlands Ernst zu machen. Was wohl das Ende der NATO bedeuten würde. Zuvor hatte sich NATO-Generalsekretär Mark Rutte erneut in Beschwichtigung geübt: Während Frankreichs Emmanuel Macron und Kanadas Mark Carney Klartext sprachen und den Status der Insel „nicht verhandelbar“ bezeichneten, setzte der Niederländer auf Appeasement.
Start mit 8 Minuten Verspätung
Um 14.38 Uhr – also acht Minuten zu spät - trat Trump ans Rednerpult.
Er freue sich, dass wenige Feinde hier sind, scherzte Trump. Dann ging es mit Selbstlob los: Die Wirtschaft wachse, die Einkommen auch, Migration werde gestoppt – es gebe den „größten Wirtschaftsaufschwung der Geschichte“, flunkerte Trump los, was das Zeug hielt. Er habe die schlechte Entwicklung unter Biden gestoppt.
„Wir sind das heißeste Land der Welt“ fand Trump. Und wenn es den USA gut gehe, dann gehe es der Welt gut.
Er sei selbst überrascht von dem „wirtschaftlichen Wunder“.
Attacke auf die EU
Dann geht es doch zum Thema Europa. Er liebe Europa., aber es gehe in die falsche Richtung. Er kritisierte, dass Europa „die dreckigen Jobs loswerden wollte, und es mit Grüne-Abschaum-Pläne“ setzen wollte. Europa werde zerstört, und die politischen Führer erkennen das nicht.
Her mit dem Eisbrocken
Erst nach 20 Minuten sagte Trump: Soll ich ein paar Dinge zu Grönland sagen? Er habe enormen Respekt vor Grönland und Dänemark, aber: „Jedes Land muss sein Territorium verteidigen. Das können sie nicht. Die USA sind mächtiger denn je. Dänemark wurde im 2. Weltkrieg erobert, kämpfte nicht einmal 6 Stunden.“ Dann seien die USA gekommen. „Wir haben für Dänemark gekämpft. Nach dem Krieg haben wir Grönland zurückgegeben, wie dumm wir waren.“ Jetzt sei die Welt unsicherer denn je, es gebe gefährliche Raketen, die noch niemand kannte, sagt Trump und nennt Russland und China. „Grönland ist eine unentwickelte Eiswüste. Es gehört zu unserer Hemisphäre“.
Dänemark hat gesagt, sie verteidigen Grönland, es sind die USA alleine, die Grönland verteidigen könnten.
Es sollte sofort Verhandlungen geben, über die Akquisition Grönlands durch die USA geben. „Alles, was ich verlange, ist Grönland, gebt uns diesen Eisbrocken“, sagte Trump. Das solle keine Drohung an die NATO sein, „aber wir haben so viel der NATO gegeben, aber so wenig bekommen“. Und weiter, etwas verklausuliert: "Wir werden keine Gewalt anwenden"! sagte Trump. setzte aber nach: "Ihr könnt Ja sagen, und wir werden sehr nett sein, ihr könnt Nein sagen und wir werden uns das merken."
Und dann doch eine Drohung
Der Ukraine-Krieg hätte nie begonnen, wenn die Wahl 2020 nicht gestohlen worden wäre“, wiederholt Trump die Lüge, er hätte die Wahl 2020 gewonnen.
Jetzt ruft er Mark Rutte „Mark, bist Du da? Zurück zu Grönland: Die USA hätten Grönland nach dem 2. WK zurückgegeben, aber jetzt seien die USA noch viel mächtiger als damals. Man habe die mächtigsten Kriegsschiffe der Welt. 100 Mal mächtiger als die alten Schiffe, drohte er dann doch indirekt. „Wir wollen Grönland, weil nur wir es verteidigen können“, dafür brauche er die Insel als „unser Eigentum und nicht als Lizenz“. „Wir wollen einen goldenen Dom bauen“ schwadroniert Trump.
Ihm gehe es dabei nicht wie vielfach behauptet um den Abbau von Rohstoffen wie Seltene Erden, die hunderte Meter unter dem Eis lägen, betont Trump. "Wir brauchen es für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit", so Trump., der etwas über eine Stunde redete.