Blutige Abrechnung auf der Urlaubsinsel Bali: Nach der tödlichen Schussattacke auf einen Australier hat ein Gericht drei Landsleute des Opfers zu langen Haftstrafen verurteilt. Zwei Männer sollen als Auftragskiller gehandelt haben, ein weiterer galt als Drahtzieher.
Nach der Tötung eines Australiers auf der Ferieninsel Bali hat ein indonesisches Gericht drei Landsleute des Opfers zu langen Haftstrafen verurteilt. Zwei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren, die als Auftragskiller angeheuert worden waren, verurteilte das Gericht in Balis Hauptstadt Denpasar am Montag zu je 16 Jahren Haft. Ein 27 Jahre alter Australier, der nach Überzeugung des Gerichts den Angriff geplant und die Waffen beschafft hatte, muss zwölf Jahre ins Gefängnis.
Killer stürmen Ferienhaus
Die beiden Auftragskiller waren im vergangenen Juni in das Ferienhaus eines Australiers in Badung auf Bali gestürmt und hatten das Opfer erschossen.
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Ein zweiter Mann wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Der 27-jährige Auftraggeber wurde nach der Tat am Flughafen der indonesischen Hauptstadt Jakarta gefasst.
Flucht endet in Kambodscha
Seinen Mittätern gelang zunächst die Flucht, sie wurden aber von Kambodscha an Indonesien ausgeliefert und wegen Mordes und illegalen Waffenbesitzes sowie wegen Beihilfe vor Gericht gestellt. In Indonesien gibt es kaum Angriffe mit Schusswaffen. In dem südostasiatischen Land gelten strenge Waffengesetze.