Der Sender plant diesmal keine Live-Übertragung des Commonwealth-Day-Gottesdienstes. Der offizielle Grund dafür ist banal.
In London regt sich massiver Widerstand gegen eine Programmentscheidung des BBC. Wie die „Sun“ berichtet, wird die traditionsreiche Live-Übertragung des Commonwealth-Day-Gottesdienstes aus der Westminster Abbey am 9. März der Schere zum Opfer fallen. Anstelle der royalen Zeremonie flimmert künftig die Immobilien-Show „Escape to the Country“ über die Bildschirme – ein Schritt, der hinter den Kulissen mit „Budgetkürzungen“ gerechtfertigt wird.
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„Lächerlich und fatal“: Kritik an der Bedeutungslosigkeit
Seit 1989 war die Übertragung der Feierlichkeiten ein Fixpunkt im britischen Fernsehjahr. Die Royal-Expertin Ingrid Seward sparte nicht mit scharfer Kritik an der Entscheidung des Senders: „Das ist eine lächerliche und schlimme Entscheidung. Die BBC macht das schon seit Jahren, und es ist der wichtigste Termin im Kalender, um das Commonwealth zu feiern.“
Seward warnte eindringlich davor, dass das Commonwealth ohne die mediale Bühne der BBC zusehends in die Bedeutungslosigkeit abgleiten könnte, was sowohl für die Mitgliedstaaten als auch für die Monarchie einen herben Prestigeverlust bedeute.
Royale Geschlossenheit in schwierigen Zeiten
Trotz der medialen Herabstufung wird eine hochrangige Delegation der Königsfamilie in der Abtei erwartet. Neben König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) haben sich auch Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) sowie Prinzessin Anne (75) angekündigt. Vor rund 1.800 geladenen Gästen soll die Zeremonie ein Zeichen der Beständigkeit setzen – eine Geste, die derzeit nötiger scheint denn je.
Der Gottesdienst markiert nämlich den ersten großen öffentlichen Auftritt der „Firm“, seit die Festnahme von Prinz Andrew (66) im Februar die Monarchie in eine schwere Krise stürzte. Dem Bruder des Königs wird Fehlverhalten im öffentlichen Amt vorgeworfen; die Ermittlungen drehen sich um den Verdacht, er habe vertrauliche Informationen aus seiner Zeit als Handelsbeauftragter mit dem verstorbenen Jeffrey Epstein geteilt. Zwar wurde Andrew nach einer elfstündigen Einvernahme wieder entlassen, doch der Schatten der Justiz lastet schwer auf dem bevorstehenden Festakt.