Machthaber
Das 200-Milliarden-Imperium des neuen Ober-Mullahs
04.03.2026Nach dem Tod von Ali Khamenei (86) gibt es einen Nachfolger an der Spitze des Irans: Sein Sohn Modschtaba Khamenei (56) soll das Amt übernehmen. Der neue Machthaber verfügt dann nicht nur uneingeschränkt über die Macht im Iran, schon jetzt verfügt er über ein Milliarden-Imperium.
Der Expertenrat in Teheran hat Berichten zufolge Modschtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer bestimmt. Wie das oppositionelle Exil-Medium „Iran International“ meldet, tritt der 56-Jährige damit die Nachfolge seines verstorbenen Vaters an.
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Die Reaktion aus Israel ließ nicht lange auf sich warten. Verteidigungsminister Israel Katz schrieb am Mittwoch auf der Plattform X, wer auch immer dem geistlichen Oberhaupt nachfolge, werde „ein Ziel zur Eliminierung“ sein.
Klare Warnung aus Israel
Katz begründete die harte Haltung seiner Regierung deutlich. „Jeder Führer, der vom iranischen Terrorregime ernannt wird, um den Plan zur Zerstörung Israels fortzusetzen und anzuführen, um die Vereinigten Staaten und die freie Welt und die Länder der Region zu bedrohen und um das iranische Volk zu unterdrücken – wird ein Ziel zur Eliminierung sein“, erklärte Katz am Mittwoch.
Macht durch Revolutionsgarden
Modschtaba Khamenei galt bereits seit Jahren als möglicher Thronfolger, obwohl er bisher kaum öffentlich in Erscheinung trat. Der zweitälteste Sohn des verstorbenen Führers soll enge Verbindungen zum iranischen Revolutionsgardenkorps (IRGC) pflegen. Laut „Iran International“ erfolgte seine Auswahl durch die Expertenversammlung unter massivem Druck genau dieser Revolutionsgarden. Damit setzt das Regime weiterhin auf politische Macht und militärischen Einfluss statt auf eine tiefe theologische Ausbildung.
Einfluss hinter den Kulissen
Obwohl der neue Führer kein hochrangiger Geistlicher ist und nie ein offizielles Amt bekleidet hat, verfügt er über beträchtliche Autorität. Während des Iran-Irak-Krieges diente er in den Streitkräften und baute so sein Netzwerk aus. Zudem soll er laut Berichten ein Investmentimperium von über 100 Millionen Dollar verwalten, trotz US-Sanktionen aus dem Jahr 2019. In Österreich und der restlichen westlichen Welt wird nun genau beobachtet, ob dieser Generationswechsel die ohnehin kritische Lage in der Region weiter eskalieren lässt.
Gesundheitliche Probleme
Im Zuge des Machtwechsels in Teheran rücken auch private Details über Modschtaba Chamenei in den Fokus. US-Diplomatenberichte geben Einblick in Aufenthalte des neuen Führers in britischen Privatkliniken. Wie die „Daily Mail“ unter Berufung auf diese Dokumente berichtet, ging es dabei um eine Behandlung gegen Impotenz.
Der Sohn: Modschtaba Khamenei
Der tote Vater: Ali Khamenei
Imperium des Vaters
Doch mit den 100 Millionen ist es noch nicht genug. Nach dem Tod seines Vaters rückt Modschtaba Khamenei auch an die Spitze des Familienclans der Khameneis. Und der Vater war wirklich steinreich. Nach US-Schätzungen verfügte er über 200 Milliarden Dollar, die er über verschiedene Wirtschaftszweige angehäuft und verteilt hatte.