Rückkehr

Kurz vor TV-Comeback: Chinesen geben „Wetten, dass..?“-Sofa zurück

12.02.2026

Die berühmte Möbelmarke Rolf Benz, bekannt durch das legendäre „Wetten, dass...?“-Sofa, kehrt nach Deutschland zurück. Ein deutsches Konsortium übernimmt das Unternehmen von den chinesischen Eignern. 

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Nach vielen Jahren ist das traditionsreiche deutsche Polstermöbelunternehmen wieder vollständig in deutschen Händen, wie das Unternehmen aus Baden-Württemberg am Donnerstag bekannt gab.

Ein deutsches Konsortium wird die Firma Rolf Benz übernehmen und bekennt sich damit klar zum Standort Deutschland. Der Vollzug dieser Transaktion wird bereits für März erwartet. Damit endet die Ära der chinesischen Eigentümer, die das Unternehmen im Jahr 2018 für schätzungsweise 42 Millionen Euro erworben hatten.

Investitionen in den Standort

Hinter dem Konsortium steht unter anderem der Finanzfachmann Frank Niehage (57), der als größter Anteilseigner und zukünftiger Aufsichtsratsvorsitzender fungieren wird. Er bezeichnete die Übernahme als ein „schönes Zeichen für eine deutsche Traditionsmarke“. Die neuen Eigentümer planen, Rolf Benz durch gezielte Investitionen, eine klare Fokussierung und strategische Expansion voranzubringen. Das Unternehmen, das rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, hat seinen Sitz im Schwarzwald und gilt als eine der bekanntesten Möbelmarken im deutschsprachigen Raum.

Führungsteam bleibt an Bord

An der operativen Spitze wird es keine radikalen Umbrüche geben: Jürgen Mauß soll Vorstandsvorsitzender bleiben und wird, ebenso wie Finanzvorstand Jens Hoffmann, selbst zum Anteilseigner. Rolf Benz wurde 1964 von dem gelernten Polsterer Rolf Benz gegründet, der erst im vergangenen Jahr 2025 verstarb. Er galt als Erfinder der kombinierbaren „Wohnlandschaft“. Bekanntheit erlangte die Marke vor allem durch die Couch in der Show von Legende Thomas Gottschalk (75), auf der über die Jahre hunderte Promis Platz nahmen.

Strategische Expansion geplant

Über den genauen Kaufpreis, den das Konsortium an die bisherigen chinesischen Eigentümer zahlen muss, wurde bislang Stillschweigen vereinbart. Frank Niehage, der auch als Executive Chairman des Software-Unternehmens Darvis tätig ist, möchte die Marke nun fit für die Zukunft machen. Die Rückkehr zu den deutschen Wurzeln wird in der Branche als wichtiges Signal für den Erhalt von Qualität und Tradition am heimischen Möbelmarkt gewertet. Nach vielen Jahren ist das traditionsreiche deutsche Polstermöbelunternehmen wieder vollständig in deutschen Händen, wie das Unternehmen aus Baden-Württemberg am Donnerstag bekannt gab. Ein deutsches Konsortium wird die Firma Rolf Benz übernehmen und bekennt sich damit klar zum Standort Deutschland. Der Vollzug dieser Transaktion wird bereits für März erwartet. Damit endet die Ära der chinesischen Eigentümer, die das Unternehmen im Jahr 2018 für schätzungsweise 42 Millionen Euro erworben hatten.