Viele Fragezeichen
Tracker-Chaos um Timmy: Greenpeace widerspricht Retterin
03.05.2026
Der Tracker von Buckelwal "Timmy" sorgt weiterhin für viele Fragezeichen. Laut Retter-Millionärin Karin Walter-Mommert soll das Tier noch leben. Dem widerspricht nun die Naturschutzorganisation Greenpeace.
Gestern wurde der Buckelwal gegen 9 Uhr rund 70 Kilometer nördlich von Skagen (Dänemark) aus dem Lastkahn freigelassen. Der Kapitän hätte zum Ärger der Tierärzte offenbar den Befehl gegeben. Die Veterinärmediziner hätten den Wal lieber noch ein paar Kilometer weiter Richtung Atlantik transportiert. "Timmy" schwamm nach der Freilassung in die Nordsee, tauchte ein paar Mal auf und pustete Fontänen in die Luft. Der Wal bekam einen Peilsender – dieser soll inzwischen Daten gesendet haben.
- Tracker von Wal "Timmy" sendet Signale
- Wal "Timmy": Mega-Streit nach Rettung
- Nach 7 Stunden: Erstes Signal von Wal "Timmy"
Obwohl weiterhin Standortdaten fehlen, gibt es heute offenbar erste Lebenszeichen von Wal "Timmy". "Bild" berichtet unter Angaben der Rettungsinitiative, dass über den Peilsender rund um die Uhr Signale empfangen wurden.
Zwar sei der Tracker defekt und sende kein GPS – wo Timmy sich gerade aufhält, ist somit weiterhin unklar – aber: immer, wenn der Wal auftaucht und der Peilsender an der Luft ist, sendet er Timmys Vitalwerte an das Team rund um die Retter-Millionärin Karin Walter-Mommert (62).
Greenpeace-Biologe widerspricht
Dem widerspricht nun der Meeresbiologe Thilo Maack, der für die Naturschutzorganisation Greenpeace tätig ist. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt er, dass der GPS-Tracker keine Vitalwerte übertragen und erfassen kann.
Maack geht von dem schlimmsten Szenario aus. Der GPS-Sender überträgt Ortsdaten nur dann, wenn sich das Tier an der Wasseroberfläche befindet. Er befürchtet, dass der Buckelwal zu schwach sei und ertrunken sei.