Experten-Meinung

Katastrophe wie Tschernobyl möglich

17.03.2011

Die nächsten zwei Tage sind entscheidend für das havarierte AKW.

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Ob die große Atom-Katastrophe in Fukushima noch verhindert wird, entscheidet sich nach Ansicht des Präsidenten der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz vermutlich bis Samstag.

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Wenn die Kühlversuche am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins scheiterten, komme es zur Katastrophe, sagte Sebastian Pflugbeil am Donnerstag. "Das wird sich wahrscheinlich morgen, spätestens übermorgen entscheiden, ob es noch gelingt, da irgendwas zu machen."

"Geballte Radioaktivität"
Gelinge das Kühlen nicht, würden die freiliegenden Brennelemente in Block 4 immer heißer, die Hüllen gingen kaputt. Möglicherweise komme es auch zu Bränden. Dann würde "die geballte Radioaktivität von mehreren Jahren Betriebsdauer" freigesetzt werden, erläuterte der Experte. In Block 4 befindet sich ein Abklingbecken für gebrauchte Brennelemente.

"Tschernobyl bräuchte sich nicht zu verstecken"
"Wenn das passiert, dann ist die ganze Anlage so hoch radioaktiv verseucht, dass man da praktisch nichts mehr machen kann. Und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf, und es kommt zu einer Katastrophe, die sich hinter Tschernobyl nicht zu verstecken braucht", meinte Pflugbeil.

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