Haft-Botschaft

Maduro meldet sich aus US-Gefängnis: "Es geht uns gut"

29.03.2026

Erstmals seit seiner Festnahme meldet sich Venezuelas entmachteter Präsident zu Wort. Aus der Haft in den USA richtet er eine Botschaft an seine Anhänger und gibt sich kämpferisch.

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Nicolás Maduro hat sich erstmals seit seiner Inhaftierung öffentlich geäußert. Über X ließ er gemeinsam mit seiner ebenfalls festgenommenen Ehefrau ausrichten: "Es geht uns gut, wir sind standhaft, ruhig und im ständigen Gebet." 

Die Nachricht verbreitete sich rasch. Viele Unterstützer sehen darin ein Zeichen, dass der frühere Präsident trotz der Haft nicht aufgibt. 

Dank an Unterstützer 

In der Botschaft bedankt sich das Paar auch für die internationale Unterstützung, "Jedes Wort der Liebe, jede Geste der Zuneigung, jeder Ausdruck der Unterstützung füllt uns die Seele und stärkt uns geistig", hieß es weiter. Wie genau die Nachricht entstanden ist, bleibt allerdings unklar. Maduro sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York und hat keinen direkten Zugang zum Internet. 

Strenge Haftbedingungen 

Laut seinem Umfeld darf er nur sehr eingeschränkt kommunizieren. Telefonate sind auf maximal 15 Minuten begrenzt, was den Kontakt zur Außenwelt massiv einschränkt. Dennoch gelingt es ihm offenbar, über Umwege Botschaften zu verbreiten. 

Lebenslange Haft droht

Der 63-Jährige wurde Anfang Jänner bei einem US-Einsatz festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Ihm werden unter anderem "Drogentourismus" und Verbindungen zu Kartellen vorgeworfen. 

Sollte er verurteilt, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Zuletzt stand Maduro erneut vor Gericht in New York. Dort ging es unter anderem um Fragen zur Finanzierung seiner Verteidigung. Der Fall bleibt hochbrisant und seine ersten Worte aus der Haft könnten erst der Anfang einer noch größeren Auseinandersetzung sein.