BLUT-REGEN

Sahara-Sand färbt Regen BLUTROT: Hier schlägt das Wetter-Phänomen zu

24.02.2026

Ein seltenes Spektakel erreicht Skandinavien: Der sogenannte „Blutregen“ steuert auf Schweden zu! Vor allem im Westen des Landes bereiten sich die Menschen auf rötlichen Niederschlag vor, der direkt aus der Sahara kommt. Hier ist der Wetter-Check für die Grusel-Wolke.

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Es klingt nach einer biblischen Plage, ist aber ein faszinierendes Naturphänomen: Der „Blutregen“. Er entsteht, wenn warme Luftmassen aus dem Süden feine, rote Sandpartikel aus der Sahara-Wüste bis nach Nordeuropa tragen.



Vermischt sich dieser Staub mit Regenwolken, färben sich die Tropfen rot oder orange. Laut der schwedischen Meteorologin Therese Fougman fühlt sich das Ganze an „wie ein Schluck Meerwasser am Strand“ – man hat danach das Gefühl, feinen Sand zwischen den Zähnen zu haben. Meist sind die Partikel jedoch so winzig, dass man sie erst bemerkt, wenn sie getrocknet sind.


Der Zeitplan: Dann erreicht die Staubwolke Göteborg


Wann geht es los? Die Wetter-Experten erwarten das Phänomen für Donnerstagnachmittag oder -abend. Ein kräftiges Tiefdruckgebiet über dem Nordmeer saugt die warme Wüstenluft regelrecht nach Schweden. Besonders im Fokus steht die Westküste rund um die Metropole Göteborg. Ganz sicher ist der „Blutregen“ allerdings noch nicht: Es besteht die Chance, dass der rote Staub bereits über Dänemark oder der Nordsee „ausregnet“, bevor er die schwedische Küste erreicht.


Die Ursache: Warmluft-Peitsche aus Afrika


Warum kommt der Wüstensand ausgerechnet jetzt so weit in den Norden? Grund ist eine extreme Warmluftströmung, die wie eine Autobahn von Nordafrika über Europa bis nach Skandinavien reicht. Solche Wetterlagen treten in Schweden etwa alle fünf Jahre auf. Die feinen Partikel legen dabei Tausende von Kilometern in der Atmosphäre zurück, bevor sie von den heraufziehenden Regenfronten des Nordmeertiefs aus der Luft gewaschen werden.


Keine Panik: Das müssen Autofahrer jetzt wissen


Ist der rote Regen gefährlich? Die klare Antwort der Experten: Nein! Der Blutregen ist für Menschen und Tiere völlig harmlos. Einzig für stolze Autobesitzer könnte er zum Ärgernis werden. Wenn das Wasser verdunstet, bleibt eine feine Schicht aus rötlichem Wüstensand auf dem Lack, den Fensterscheiben oder in Pfützen zurück. Tipp vom Profi: Wer sein Auto glänzend sauber halten will, sollte die Waschanlage erst nach dem Wochenende besuchen – sonst war die Mühe am Donnerstagabend direkt wieder umsonst!