Spektakulär

Sahara-Staub färbt beliebte Urlaubsinsel komplett rot

03.04.2026

Ein seltenes Wetterphänomen hüllt Kreta aktuell in tiefes Rot: Sahara-Staub sorgt für gespenstische Szenen. Währenddessen kämpfen andere Landesteile Griechenlands mit Starkregen und Orkan. 

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Heftige Südwinde haben am Mittwoch Sahara-Staub aus Nordafrika direkt auf Kreta sowie die Kykladeninseln Santorini, Naxos und Mykonos getragen.

Der Himmel färbte sich infolge blutrot, was die Sicht massiv einschränkte. Fotos von vor Ort zeigen Autos, die selbst tagsüber nur mit eingeschaltetem Licht sicher über die Insel fahren konnten.

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Schwere Schäden auf Rhodos

Besonders hart traf das Extremwetter die Insel Rhodos, wo die Feuerwehr mehr als 50 Mal ausrücken musste. Umgestürzte Bäume beschädigten Stromleitungen, Laternen und Boote. Der Zivilschutz reagierte umgehend und rief Bewohner sowie Touristen per SMS dazu auf, ihre Bewegungen im Freien einzuschränken. Auch für Reisende aus Österreich, die den Frühling im Süden verbringen, gilt erhöhte Vorsicht.

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Todesopfer und Verkehrschaos

In einem Vorort von Athen kam es zu verheerenden Überschwemmungen. Ein Mann starb tragisch, nachdem er von den Wassermassen mitgerissen und unter einem Auto eingeklemmt worden war. Das Wetter wirkte sich auch massiv auf den Reiseverkehr aus: Der Fährbetrieb wurde landesweit eingestellt, und mindestens zehn Flüge nach Rhodos mussten am Mittwoch gestrichen oder umgeleitet werden.

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Aussicht auf Wetter-Entspannung

Inzwischen läuft der Luftverkehr zwar wieder weitgehend normal, doch eine vollständige Entspannung ist noch nicht in Sicht. Meteorologen erwarten für die kommenden anderthalb Tage weiterhin kräftige Regenfälle, Gewitter und örtlich sogar Hagel. Auch für Kreta bleibt eine erhöhte Unwetterwarnung aufrecht. Erst für Freitagabend wird mit einer Beruhigung der Lage gerechnet.