Robert Fico
Slowaken-Premier reist zur Sieges Feier nach Russland
16.03.2026Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico plant, im Mai dieses Jahres erneut nach Moskau zu reisen, um den Jahrestag der Niederlage Nazi-Deutschlands zu begehen.
Im Juni will er dann an der Gedenkfeier zur Landung der westlichen Alliierten in der Normandie teilnehmen. Fico kündigte dies in einer Rede am Wochenende an.
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"Ich kündige im Voraus an, dass ich nicht nur am 9. Mai an den Feierlichkeiten zum 'Sieg über den Faschismus' in Moskau teilnehmen werde, sondern auch am 6. Juni an der Danksagung an die Soldaten, die 1944 im Rahmen der Zweiten Front in der Normandie nach Frankreich kamen", sagte Fico. "Wir müssen das tun. Bitte, vergessen wir nicht, dass dies die Meilensteine sind", so der slowakische Premier.
Fico hatte schon 2025 als einziger Regierungschef eines EU-Mitgliedstaates an den Moskauer Feierlichkeiten zum Sieg über den Nationalsozialismus teilgenommen. Bei dieser Gelegenheit führte er im Kreml auch Gespräche mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.
Die slowakische Opposition bezeichnete Ficos Anwesenheit bei den Feierlichkeiten in Moskau 2025 als Beweis dafür, dass Fico die Slowakei den russischen Interessen ausgeliefert habe. "Statt demokratischer Staaten in Europa hat er sich für den Massenmörder Wladimir Putin entschieden", warnte die Oppositionsbewegung Progressive Slowakei damals.
Opposition: Schande
Die Opposition bezeichnete Ficos Besuch in Moskau als "Schande", sie spucke den Verbündeten in der EU und der NATO ins Gesicht. Nach seinem Amtsantritt 2023 stellte Ficos Regierung die Militärhilfe für die Ukraine aus staatlichen Reserven ein und kritisiert die EU-Sanktionen gegen Russland.
Zwischen Bratislava und Kiew bestehen seit mehreren Wochen Spannungen wegen der unterbrochenen Lieferungen russischen Erdöls durch die Druschba-Pipeline durch die Ukraine. Die Ukraine behauptet, die Pipeline sei durch russische Anschläge beschädigt worden und daher nicht betriebsfähig. Die slowakische Regierung, gemeinsam mit Ungarn, bezweifelt das. Nun will die EU die Druschba-Pipeline inspizieren lassen.