Bis zu 20 pro Stunde
Sternschnuppen-Spektakel: Lyriden erreichen ihren Höhepunkt
21.04.2026Sternengucker aufgepasst! In der Nacht vom 22. auf den 23. April erreichen die Lyriden ihren absoluten Höhepunkt.
Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde könnten den Nachthimmel über Österreich erhellen – und die Bedingungen dafür sind heuer nahezu ideal. Die Lyriden gehören zu den ältesten bekannten Meteorströmen der Menschheitsgeschichte. Sie entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Kometen C/1861 G1 (Thatcher) kreuzt. Die winzigen Partikel verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre und bieten uns das jährliche Spektakel. In diesem Jahr spielt das Timing perfekt zusammen: Da der Mond kaum stört, sind selbst schwächere Meteore mit freiem Auge gut erkennbar.
- Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde bei Lyriden-Höhepunkt
- 180.000-km/h-Sternschnuppen rasen über Nachthimmel
Um die Lichtblitze optimal zu sehen, empfiehlt es sich, die frühen Morgenstunden zu nutzen. Kurz vor Beginn der Dämmerung ist die Frequenz am höchsten. Wer das Maximum verpasst, hat dennoch eine Chance: Die Lyriden sind noch bis Ende April am Himmel präsent, wenn auch mit deutlich weniger Aktivität pro Stunde.
Der Unterschied zwischen Meteor und Meteorit
Was wir als Sternschnuppe wahrnehmen, ist wissenschaftlich gesehen ein Meteor. Dabei handelt es sich oft um winzige Staubpartikel, die kleiner als ein Sandkorn sind. Wenn diese Teilchen (Meteoroiden) mit einer enormen Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre treffen, bringen sie die Luft zum Leuchten.
Verursacher dieses kosmischen Staubs ist der Komet C/1861 G1, auch „Thatcher“ genannt. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn jedes Jahr im April dessen Überbleibsel. Wer den Höhepunkt in der Nacht auf den 23. April verpasst, hat dennoch eine Chance: Die Lyriden sind noch bis Ende des Monats aktiv, wenn auch in deutlich geringerer Zahl.
Egal ob Sie extra früh aufstehen oder zufällig wach sind: Ein Blick in den dunklen, klaren Nachthimmel lohnt sich in dieser Woche ganz besonders.