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Trump-Plan: ER soll neuer Iran-Führer werden
24.03.2026Die USA setzen im Iran offenbar auf den bisherigen Parlamentspräsidenten.
US-Präsident Donald Trump hat seine ultimativ angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur verschoben - wegen nach seinen Worten "produktiver Gespräche" mit der Islamischen Republik. Das ursprünglich in der Nacht auf Dienstag (MEZ) auslaufende Ultimatum an den Iran zur Öffnung der für den internationalen Schiffsverkehr wichtigen Straße von Hormuz setzte Trump für fünf Tage aus. Der Iran dementierte Gespräche mit den USA.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. "Fake News" würden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem "Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken". Beide Staaten hatten die Islamische Republik vor drei Wochen angegriffen.
Auch vom Außenministerium in Teheran hieß es laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna, dass es keine Verhandlungen oder Gespräche mit den USA in den letzten 24 Tagen gegeben habe. Irans Positionen hinsichtlich der Straße von Hormuz und der Beendigung des Krieges seien unverändert.
Trump: Einigung in 15 Punkten
Trump wies nach eigenen Worten das Verteidigungsministerium an, alle Attacken auf Kraftwerke und die Energieinfrastruktur auszusetzen. Er sprach von "detaillierten und konstruktiven Gesprächen" mit der Islamischen Republik, die in dieser Woche fortgesetzt werden sollen. Die Aussetzung der Angriffe stehe unter dem Vorbehalt des Erfolgs weiterer Treffen und Verhandlungen.
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Die USA und der Iran sind sich nach Trumps Darstellung bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. "Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt", sagte der Republikaner vor Reportern in Florida. Es gebe wesentliche Übereinstimmungen in den meisten Punkten.
USA setzen auf Ghalibaf
Bei den Gesprächen sei von US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dabei. Die beiden hatten im Duo im Gaza-Krieg verhandelt. "Axios"-Reporter Barak Ravid berichtete unter Berufung auf Informationen aus Israel, dass sie mit Parlamentspräsident Ghalibaf sprechen.
Trump sagte dazu, man verhandle mit einer Person, von der er nach eigenen Angaben glaubt, dass sie die Angesehenste sei. Es handle sich nicht um den neuen obersten Führer, Mojtaba Khamenei. Trump sagte weiter, der Iran wolle unbedingt einen Deal zur Beendigung des Kriegs - und die USA auch.
Einem Bericht des von "Politico" zufolge sieht die US-Regierung Ghalibaf als möglichen Partner - er könnte sogar künftiger Staatschef werden.