"Vergeltung"
50 Millionen! Iran will Kopfgeld auf Trump aussetzen
19.05.2026Nach Angriffen im Februar und März droht das iranische Parlament nun mit drastischen Vergeltungsmaßnahmen. Ein Gesetzesentwurf fordert ein Kopfgeld in Millionenhöhe auf US-Präsident Donald Trump.
Donald Trump hat erklärt, er habe geplante Militärschläge gegen den Iran auf Bitten der Golfstaaten vorerst abgeblasen. Der US-Präsident spricht dabei von ernsthaften Verhandlungen. Trumps guter Wille scheint in Teheran allerdings nicht belohnt, sondern belächelt zu werden. Das iranische Parlament will ein Kopfgeld auf Trump aussetzen, wobei in Kürze über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abgestimmt werden soll. Auch für Österreichs Beobachter zeigt sich damit eine dramatische Zuspitzung der internationalen Lage.
Entwurf fordert harte Rache
Wie die „Jerusalem Post“ berichtet, trägt das entsprechende Papier den Titel „Gegenmaßnahmen der Militär- und Sicherheitskräfte der Islamischen Republik“. Offenbar dürstet das Regime in Teheran nach Rache, weil es den USA und Israel bei Angriffen auf die iranische Hauptstadt im Februar dieses Jahres gelang, Irans obersten Führer Ali Chamenei zu töten. Im März wurde mit Ali Larijani, dem Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, ein weiterer prominenter iranischer Politiker eliminiert.
Millionen auf Netanjahus Kopf
Als Vergeltung will der Iran nicht nur US-Präsident Trump sterben sehen, sondern auch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Auf seinen Kopf sollen ebenfalls 50 Millionen Euro ausgesetzt werden. Außerdem auf der Todesliste steht Admiral Brad Cooper, der Kommandeur des United States Central Command, das für US-Militäroperationen im Nahen Osten zuständig ist. Er gilt dem Regime in Teheran als absolutes Feindbild.
Drohungen im staatlichen Fernsehen
„Wir sind der Ansicht, dass der abscheuliche Präsident der Vereinigten Staaten, der unheilvolle und schändliche zionistische Premierminister sowie der CENTCOM-Kommandeur ins Visier genommen und Vergeltungsmaßnahmen unterzogen werden müssen“, sagte Ebrahim Azizi, der Vorsitzende der iranischen Kommission für nationale Sicherheit, am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen. „Das ist unser Recht“, behauptete Azizi. „So wie unser Imam zum Märtyrer wurde, muss auch der Präsident der Vereinigten Staaten von jedem Muslim oder freien Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Warnung vor verheerender Reaktion
Mahmoud Nabavian, ein iranischer schiitischer Geistlicher und Parlamentsabgeordneter, bestätigte Azizis Aussage über die bevorstehende Abstimmung. Nabavian behauptete, es habe Drohungen gegen den neuen Obermullah, Modschtaba Chamenei, gegeben, und warnte davor, dass Irans Reaktion auf eine solche Tötung verheerend sein werde. Die Situation bleibt extrem angespannt.