Unwetter
Erdrutsch auf Sizilien: Tausend Personen evakuiert
26.01.2026Italien ist von heftigen Niederschlägen betroffen, insbesondere der Süden des Landes.
Nach schweren Schäden, die das Sturmtief Harry in den vergangenen Tagen verursacht hat, wird Sizilien nun von starken Regenfällen heimgesucht. In der Kleinstadt Niscemi mussten etwa 1.000 Einwohner aufgrund der Gefahr durch Erdrutsche ihre Häuser verlassen.
Das Abrutschen des Bodens wurde durch den intensiven Regen verstärkt, der in der Region niedergegangen ist. Der Bürgermeister von Niscemi, Massimiliano Conti, ordnete die Schließung der Schulen an und sprach von einem "dramatischen Erdrutsch" in einer Gegend, die erst vor 29 Jahren von einem ähnlichen Vorfall betroffen war.
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Transfer von Hunderten von Feldbetten aus Palermo organisiert
Die Zivilschutzbehörde entsandte rund 70 Freiwillige, um den evakuierten Bewohnern in Niscemi zu helfen. Sie organisierte den Transfer von Hunderten von Feldbetten aus Palermo zur Unterbringung der Evakuierten in einer Sporthalle.
Auch in der norditalienischen Region Ligurien gab es Unwetter. Ein massiver Erdrutsch blockierte am Sonntagabend die wichtige Verkehrsachse Aurelia im westlichen Teil von Genua zwischen Vesima und Arenzano. Zur Überprüfung, ob sich Opfer unter dem Geröllmassen befinden, wurden Hunde-Einheiten angefordert. Laut ersten Berichten löste sich ein Felsen in einem Gebiet, das bereits mehrfach von Erdrutschen betroffen war.
Der Zyklon Harry hat in Süditalien bereits Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Besonders betroffen waren die Inseln Sizilien und Sardinien. Auch in den nächsten Tagen wird mit Schnee in Norditalien und Niederschlägen im Süden gerechnet.
Die Regierung unter Giorgia Meloni hat am Montag für die von den schweren Unwettern der vergangenen Tage betroffenen Gebiete in Sizilien, Sardinien und Kalabrien 100 Millionen Euro aus dem Fonds für nationale Notfälle bereitgestellt. Die Präsidenten der drei Regionen wurden beauftragt, den Wiederaufbau zu koordinieren, wurde bei einer Ministerratssitzung in Rom beschlossen.