Hantavirus-Alarm
Ralph Hasenhüttl: "Die schlimmsten drei Wochen in meinem Leben"
07.05.2026
Derzeit sorgt der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" vor Afrika für viel Angst. An dieser Erkrankung litt auch Austria-Legende Ralph Hasenhüttl im Jahr 2012. Nun berichtet er über seine damaligen Qualen.
Gegenüber der britischen "Mirror" schildert Ralph Hasenhüttl: "Es waren die schlimmsten drei Wochen in meinem Leben." Er war schon einmal mit dem Hantavirus infiziert.
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Die ersten Symptome hatte er nach einer Mountainbike-Tour im Trainingslager. Hasenhüttl fühlte sich erschöpft und hatte über Nacht starke Schmerzen. Der Ex-Leipzig- und -Wolfsburg-Trainer beschreibt: "Es war, als würde mir eine Nadel in den Kopf gestochen." Kurz danach hatte er heftige Rückenschmerzen. Hasenhüttl: "Als hätte ich ein Messer im Rücken."
"Man muss warten, bis der Körper Antikörper bildet"
Die Diagnose: Hantavirus! Der ehemalige Austria-Spieler schildert, dass seine Organe angeschwollen waren. Die Leber und Nieren drückten auf die restlichen Organe. Er landete in der Intensivstation. Zwei Wochen lang kämpfte Hasenhüttl um sein Leben.
Eine schockierende Information: Gegen das Hantavirus gibt es keine Behandlung. Hasenhüttl erklärt: "Man muss warten, bis der Körper Antikörper bildet und dabei hoffen, zu überleben." Am meisten bleibt ihm sein Herzschlag in Erinnerung. Während er auf der Intensivstation lag, sei dieser so heftig gewesen, dass er immer wieder nachts aufwachte.
Angesteckt hat sich Hasenhüttl vermutlich bei einer alltäglichen Situation. Laut seiner eigenen Angabe habe er sich beim Saubermachen seiner Terrasse infiziert. Vermutlich hat er virenhaltigen Staub eingeatmet.