Aus dem Nichts
Strandbesucher überrascht: Mann stirbt bei Monsterwelle
13.01.2026
An Argentiniens Atlantikküste rissen aus plötzlich auftretende, riesige Monsterwellen dutzende Besucher mit. Dabei starb ein 29-jähriger Mann und 35 Menschen wurden verletzt.
Am Montag wurden an der argentinischen Atlantikküste unzählige Strandbesucher von einer plötzlich auftretenden Riesenwelle überrascht. An den Stränden in Santa Clara del Mar, Mar Chiquita und Mar del Plata zog sich das Meer rund 20 Meter weit zurück. Viele Gäste haben dies nicht als ein Warnsignal gedeutet. Kurz danach wurde der Strand von mehreren Wellen überrollt, überflutet und riss Menschen von der Küste mit.
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Dabei kam laut Behörden Yair Amir Manno Núñez (29), ein argentinischer Reiter, ums Leben. Er lebte in Frankreich und machte Urlaub. Der 29-Jährige wurde von der Wucht des Wassers erfasst und gegen Felsen geschleudert. Er erlag seinen Verletzungen.
Kein Tsunami
Bei dem Ereignis wurden 35 Menschen verletzt. Davon erlitten 34 Prellungen und Schürfwunden. Eine Person musste nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Augenzeugen erreichte die Welle an einigen Stellen eine Höhe von über fünf Metern. Die Angaben können schwer überprüft werden. Allein in Mar del Plata soll das Wasser innerhalb einer Minute bis zu 60 Meter ins Landesinnere vorgedrungen sein.
Die betroffenen Strandabschnitte wurden vorsorglich geräumt. Zivilschutz-Teams halfen den Betroffenen und kontrollierten in den lokalen Kliniken den Zustand der Verletzten.
Die Wellen seien ein seltenes Phänomen, so Experten. Ein Geologe erklärte gegenüber der argentinischen Zeitung "Clarín", dass es dabei eher um eine Virazón, eine plötzliche Winddrehung, handle. Diese kann eine meteorologische Tide und stark ansteigenden Wellengang auslösen. Da es kein Erdbeben gegeben hat, kommt ein Tsunami nicht infrage.