Ekliger Zwischenfall

Über dem Atlantik: Influencer zündet Stinkbombe im Flieger

03.04.2026

Ein kolumbianischer Influencer soll auf einem Flug von Kolumbien nach Spanien eine Stinkbombe gezündet haben. Die Airline droht dem Influencer, der sich dagegen nun wehrt.

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© Instagram/ yefersoncossio
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Auf dem Avianca-Flug von der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá nach Madrid (Spanien) soll der kolumbianische Influencer Yeferson Cossio am 11. März eine Stinkbombe in der Kabine gezündet haben, so das Flugzeugnachrichtenportal "aeroTELEGRAPH" unter Berufung auf die kolumbianische Zeitung "El Colombiano".

Der Gestank verbreitete sich schnell in der Boeing 787. Einige Passagiere klagten über Unwohlsein. Die Besatzung suchte nach der Ursache für den Gestank. Die Bombe wurde gezündet, als der Flieger sich über den Atlantik befand, wodurch eine Notlandung erschwert wurde.

Crew alarmiert

Bei unerklärlichen chemischen Gerüchen an Bord ist die Crew besonders alarmiert, da diese sowohl gesundheitlich gefährlich sein oder auf technische Risiken hindeuten können.

Wie die kolumbianische Zeitung "El Tiempo" berichtet, soll der Influencer Cossio sich bei der Aktion gefilmt haben. Er postete später das Video online. Der Kolumbianer hat auf TikTok rund 19,8 Millionen Follower und auf Instagram etwa 12,5 Millionen. Cossio veröffentlicht dort Videos und Posts über seine persönlichen Erlebnisse, provokante Stunts, Humor, Musik, sein soziales Engagement und kontroverse Themen.

Airline will rechtlich Schritte einleiten

Nun meldet sich die betroffene Airline zum Vorfall. Sie verurteilen die Aktion scharf. Sie werfen dem Influencer vor, dass er die Sicherheitsvorschriften ignoriert haben soll. Als Strafe hat die Airline ihm den Rückflug gestrichen. Zusätzlich planen sie, rechtliche Schritte gegen den Influencer einzuleiten.

Cossio wehrt sich und erklärt, dass es sich dabei um keinen geplanten Streich handle. Das Gerät hat sich von alleine in seinem Handgepäck aktiviert. Laut ihm bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Der Gestank soll nur drei Minuten angehalten haben, bevor dieser von der Flugzeuglüftung neutralisiert wurde, so Cossio.