Westjordanland

Deutsche Diplomaten fordern Ende der Siedlergewalt

04.07.2025

Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, hat die Aggressionen jüdischer Siedler gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland verurteilt.  

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"Extremistische Siedlergewalt ist nicht nur verwerflich, wenn sie sich gegen israelische Reservisten richtet. Sie schikanieren und attackieren palästinensische Gemeinschaften regelmäßig, und das muss gestoppt werden", schrieb der Diplomat auf Englisch auf der Plattform X.

Seibert reagierte damit auf ein X-Posting des Leiters des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, Oliver Owcza. "Ausufernde Siedlergewalt und damit einhergehender Druck auf örtliche Gemeinschaften haben immer mehr Vertreibungen zur Folge", schrieb er. "Dies verletzt wesentliche Rechte dieser Gemeinschaften und muss dringend gestoppt werden!"

Gewalt immer ungehemmter

Seit den Massakern der militanten Palästinenserorganisation Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg haben gewalttätige jüdische Siedler ihre Angriffe auf die Palästinenser im Westjordanland ausgeweitet. Immer wieder rücken sie mit Schusswaffen, Baseballschlägern und Steinen in palästinensische Dörfer vor, zünden Häuser und Autos an sowie setzen Felder und Olivenhaine in Brand.

Die israelischen Streitkräfte gehen immer weniger dazwischen und geben den Angreifern eher noch Rückendeckung, berichten israelische Medien und Augenzeugen. Vor knapp einer Woche hatten extremistische Siedler sogar eine israelische Militäreinrichtung angegriffen und in Brand gesetzt. Diese Attacke hatte Verteidigungsminister Israel Katz entschieden verurteilt. 

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