Russische Reaktionen
Grönland-Übernahme durch Trump könnte auch Norwegens Inseln gefährden
17.01.2026Europa blickt derzeit gespannt auf Grönland und Spitzbergen. Experten warnen, dass eine Übernahme Grönlands durch US-Präsident Donald Trump auch Norwegen bedrohen könnte.
Nato-Expertin Stefanie Babst erklärt gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Sollte sich Trump Grönland tatsächlich einverleiben, würde das Putin auf den Plan rufen. Die Norweger sind bereits äußerst besorgt, dass Moskau sich Spitzbergen nehmen könnte." Die Jura-Professoren Jan Jakub Solski und Ingrid Solstad Andreassen von der Universität Tromsø betonen: "Trumps Grönland-Übernahme würde einen Präzedenzfall für andere Großmächte schaffen. Und Spitzbergen sticht als offenkundiges Ziel russischer Ambitionen heraus."
Spitzbergen im Fokus
Spitzbergen ist seit 100 Jahren norwegisch und entmilitarisiert. Russland unterhält dort zwei kleine Siedlungen, darunter Barentsburg mit 350 Einwohnern, die vor allem in Kohleminen arbeiten. Die Siedlungen sichern Moskau die Rechte in der Region.
Babst weist auf die Bedeutung der Inseln hin: "Spitzbergen ist von strategischer Relevanz in der arktischen Region und voller Rohstoffe." Russlands Nordmeerflotte muss für den Zugang zum Nordatlantik an Spitzbergen vorbeifahren.
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Russische Provokationen
Russland provoziert bereits: 2022 wurde ein Unterseekabel zwischen Spitzbergen und dem Festland durchtrennt, mutmaßlich von russischen Schiffen. 2023 feierten Militärhubschrauber in Barentsburg den Sieg über Nazi-Deutschland. Zudem tauchen immer wieder russische Forschungsschiffe auf, die auch für Spionage geeignet sein könnten.