Komitee dagegen
Nobelpreis-Geschenk für Trump?
10.01.2026US-Präsident Donald Trump will unbedingt den Nobelpreis. Weil er ihn bis jetzt nicht bekam, will er sich den Preis jetzt schenken lassen.
USA. US-Präsident Donald Trump hofft weiterhin auf den Friedensnobelpreis – und sieht nun eine ungewöhnliche Möglichkeit, ihn doch noch zu erhalten. Anlass ist ein geplantes Treffen in Washington mit der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado, die im Dezember 2025 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Machado erhielt den Preis für "ihren Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes" und widmete ihn den Venezolanern und Trump.
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Trump bestätigte das Treffen mit der venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin für die kommende Woche und erklärte, er freue sich darauf, Machado zu empfangen. In einem Interview mit dem Sender "Fox News" sagte er, er habe gehört, dass Machado erwäge, ihm den Nobelpreis weiterzugeben. Sollte dies geschehen, würde er die Auszeichnung annehmen – es wäre für ihn "eine große Ehre". Gleichzeitig erneuerte Trump seine scharfe Kritik am Nobelpreiskomitee und an Norwegen. Er argumentierte, er habe inzwischen "acht und ein Viertel" Kriege beendet und hätte für jeden einzelnen einen Friedensnobelpreis verdient. Dass er bislang nicht ausgezeichnet worden sei, bezeichnete er als "große Schande für Norwegen".
Machado hatte zuvor ebenfalls bei "Fox News" erklärt, sie könne sich vorstellen, den Preis aus Dankbarkeit an Trump weiterzugeben. Dem steht jedoch das Regelwerk des Nobelpreiskomitees entgegen. Laut Paragraf 10 der Statuten heißt es: "Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, bleibt die Entscheidung für alle Zeiten bestehen."