Nach 18 Jahren

1:1 – Fenerbahce trotzt der Roma beim Königsklassen-Comeback

© APA/AFP/OZAN KOSE
Nach 18 Jahren Pause feierte Fenerbahce das Comeback in der Königsklasse. Gegen die AS Rom erkämpften sich die Türken ein 1:1-Remis – inklusive Lattentreffer und VAR-Penalty-Drama.
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Nach 18 langen Jahren der Abstinenz feierte Fenerbahce das von den Fans heiß ersehnte Comeback auf der ganz großen Bühne der Champions League. Im ersten Heimspiel trafen die Türken direkt auf die AS Rom. Trainer Ismail Kartal stellte seine Elf nach der Pleite im Stadtderby gegen Besiktas an vier Positionen um und brachte unter anderem Müldür und Aktürkoglu neu in die Startformation. Die Gäste aus Rom, die mit drei Siegen in der Serie A als Tabellenführer anreisten, tauschten nach dem Sieg gegen Bergamo auf zwei Positionen.

Obwohl die Italiener zu Beginn mit mehr Ballbesitz agierten, setzten die Hausherren die ersten gefährlichen Nadelstiche über schnelle Konter. Sowohl Elmaz als auch Aktürkoglu scheiterten jedoch am glänzend aufgelegten Roma-Keeper Svilar. Die Truppe von Gian Piero Gasperini tat sich lange schwer gegen den defensiv extrem kompakt stehenden Block. Erst ein Solo des Ex-Dortmunders Malen beraubte Fenerbahce der Null: Er setzte sich stark durch und bediente Kapitän Cristante, der den Ball aus 18 Metern flach zum 1:0 für die Gäste im Netz versenkte (39.).

Archie Brown trifft per Traum-Heber

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag für die jubelnden Ränge im Istanbuler Stadion. Über Elmaz und Greenwood landete das Leder bei Archie Brown, der frei vor Svilar den Kühlen Kopf bewahrte und die Kugel in der 48. Minute per sehenswertem Heber zum 1:1-Ausgleich über den Schlussmann hob – es war der erste Champions-League-Treffer für Fenerbahce seit 18 Jahren. Die Partie entwickelte sich in der Folge zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem Muriqi kurz darauf das 2:1 auf dem Fuß hatte.

In der 68. Minute hielt das Stadion den Atem an, als Schiedsrichter Jesus Gil Manzano nach einem Foul von Aktürkoglu an Dybala auf Elfmeter für Rom entschied. Nach Eingreifen des VAR wurde der Strafstoß jedoch zurückgenommen, da der Kontakt knapp vor der Sechzehner-Linie stattfand. In einer umkämpften Schlussphase vergab der eingewechselte Aydin nach Lukaku-Pass die Führung für Fener, ehe Aké auf der Gegenseite einen Freistoß per Kopf an die Querlatte setzte (87.). Es blieb schließlich beim gerechten 1:1-Unentschieden.