Sturm Graz hat den Anschluss an die Spitzenplätze der Fußball-Bundesliga gewahrt. Der Vizemeister setzte sich trotz einiger Ausfälle bei der Wiener Austria 2:0 (1:0) durch. Mann des Spiels war Oumar Diakite. Der 22-Jährige traf Sekunden vor der Pause (45.+1) und legte vom Elfmeterpunkt (55.) zu seinem dritten Saisontor nach. Sturm liegt nun vier Zähler hinter den vorerst voran liegenden Salzburgern. Die Austria hängt nach der dritten Heimniederlage am zehnten Platz fest.
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Sturm war mit Blick auf die Tabelle auf Zähler angewiesen, das Team von Trainer Fabio Ingolitsch musste in Wien-Favoriten aber nicht weniger als acht Spieler aufgrund von Verletzungen vorgeben. Jürgen Heil war noch dazu gesperrt. Einzig Arjen Malic wurde matchfit. Vorne durfte der von Stade Reims ausgeliehene Diakite von Beginn an stürmen. Bei der Austria ließ Stephan Helm die Internationalen Lee Tae-seok, Vasilije Markovic und Kelvin Boateng vorerst auf der Bank Platz nehmen.
Viel Kampf in Wien-Favoriten
Die Gäste übten früh Druck auf die violette Hintermannschaft aus. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf tauchte Simon Seidl in der 5. Minute vor Samuel Sahin-Radlinger auf, traf den Ball aber nicht voll. Die Austria mühte sich um Entlastung und verbuchte Teilerfolge. Johannes Eggestein verfehlte nach einem weiten Ball das lange Eck, Sanel Saljic köpfelte nach einer Viertelstunde ins Tor, stand dabei aber im Abseits. Insgesamt blieb die Helm-Elf offensiv jedoch zu harmlos.
Im Wiener Nieselregen blieb die Partie intensiv, hatte bei vielen hohen Bällen aber spielerisch Luft nach oben. Die Grazer agierten in ihren Aktionen mit mehr Nachdruck. Diakite konnte nach Hödls Vorarbeit Sahin-Radlinger noch nicht überwinden, ehe der ivorische Teamstürmer Sekunden vor dem Pausenpfiff zuschlug. Nachdem sich Luca Weinhandl gegen Saljic den Ball erkämpft hatte, köpfelte Diakite die Flanke des Jungstars aus kürzester Distanz über die Linie.
Zuerst Gelb, dann Tor für Diakite
Der 22-Jährige blieb in seinem dritten Liga-Einsatz der auffälligste Akteur. Schiedsrichter Walter Altmann zückte zunächst Gelb für eine "Schwalbe" des Angreifers im Strafraumduell mit Reinhold Ranftl. Der VAR schaltete sich aber ein. Altmann revidierte seine Entscheidung auf Elfmeter, Diakite verwertete souverän. Keine zehn Minuten später war für ihn Schluss. Axel Kayombo kam für Sturms Matchwinner ins Spiel.
Die Austria wechselte offensiv, lief aber Gefahr, weitere Tore zu kassieren. Seidl scheiterte bei einer Doppelchance zweimal an Sahin-Radlinger. Im Finish drängte die Austria noch einmal, der eingewechselte Boateng verpasste in der 82. Minute das Anschlusstor wie in der Folge auch Julian Hettwer. Nach den jüngsten Auswärtsniederlagen bei Rapid und Salzburg verteidigte Sturm den Sieg erfolgreich über die Zeit. In ihren englischen Wochen geht es für die Grazer am Donnerstag mit einem weiteren Auswärtsspiel in der Europa League in Bournemouth weiter.