Oktoberfest 2026

240 Minuten nach dem Start die erste Bierleiche

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Nur vier Stunden nach dem Anstich mussten die Notärzte und Sanitäter auf dem Münchener Oktoberfest zum ersten alkoholbedingten Notfall laufen: Ein Festgast war bereits derart betrunken, dass er bewusstlos umgekippt war.
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Nur vier Stunden, dann lag der Erste da:  Das 191. Oktoberfest hatte kaum richtig begonnen, da war die erste Bierleiche zu versorgen.

Um 12 Uhr rief Oberbürgermeister Dominik Krause "O’zapft is!" – zwei Schläge, Premiere bestanden, das erste Maß ging an Markus Söder. 240 Minuten später musste die Aicher Ambulanz zum ersten Alkoholnotfall der Wiesn 2026.:Ein 19-jähriger Festbesucher aus München konnte nicht mehr stehen, er kippte um, die Freunde wählten den Notruf.

Die Sanitäter kamen mit der Trage, maßen die Vitalwerte, legten eine Infusion. Ob nur das Wiesnbier schuld war oder noch eine plötzliche Erkrankung dazukam, blieb zunächst offen. Der Junge wurde weiter untersucht, bei Bedarf auch mit CT. Der Sanitätsdienst hatte den Fall am Nachmittag als ersten "Ertrinkungsunfall" des Tages gemeldet, bis dahin war der Alkohol noch nicht das Problem gewesen.

Das Gelände öffnete gegen 9 Uhr. Um 9.09 Uhr kam dann schon der erste Notruf – neun Minuten nach Start. Bis zum späten Vormittag zählte das Rettungsteam 50 Behandlungen: Kopfplatzwunden, Gesichtsverletzungen, ein Krampfanfall. Kurz nach dem Anstich dann auch noch ein Herz-Kreislauf-Einsatz, möglicherweise aufgrund von Stress.  Am Nachmittag lag die Zahl der Versorgten schon bei mehr als 120, am Abend steuerte der Dienst auf 600 Patienten zu.

Am Eröffnungssamstag waren 150 Kräfte im Einsatz, zehn davon Ärzte. Über die ganze Wiesn verteilt sind 430 Bereitschaftsteams.