US-Report

25 Jahre 9/11: Der Tag, der die Welt veränderte

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Das Röhren von Düsentriebwerken über Manhattan, ein dumpfer Knall, dann eine gigantische Explosion nahe der Spitze des Nordturms des World Trade Centers.
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17 Minuten später rast ein zweiter Jumbojet in den Südturm. Die Twin Towers, Symbol von New Yorks Wirtschaftskraft und Kühnheit, stehen in Flammen – und kollabieren schließlich in einem Inferno aus Staub, Feuer und Trümmern. 102 Minuten tödlicher Horror.

Und nicht nur in New York: Nahe Washington schlägt ein drittes Flugzeug ins Pentagon ein, ein viertes zerschellt auf einem Feld in Pennsylvania. Al-Qaida-Chef Osama bin Laden hatte den schlimmsten Terroranschlag der Geschichte orchestriert. 19 Entführer kaperten vier US-Linienmaschinen, verwandelten sie in Raketen und steuerten drei davon in ihre Ziele. 2977 Menschen starben, darunter 343 Feuerwehrleute, die todesmutig in die brennenden Türme rannten und beim Einsturz ihr Leben verloren. Die Bilder des 11. September 2001 (9/11) haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Schock, Angst, Fassungslosigkeit – für viele so präsent, als wäre es gestern gewesen.

An diesem Freitag jährt sich der Horrortag zum 25. Mal. Eine ganze Generation ist seither erwachsen geworden. Auf Ground Zero in Lower Manhattan wird erneut die politische Prominenz des Landes erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump sowie nationale und lokale Politiker. Im Zentrum der Gedenkfeier steht wieder das stundenlange und tränenreiche Verlesen der Opfernamen, unterbrochen von Glockenschlägen zu den entscheidenden Momenten des Terror-Horrors.

9/11 veränderte die Welt wie kaum ein anderes Ereignis. Es folgten zwei Jahrzehnte "Krieg gegen den Terror" – von Afghanistan über den Irak bis in zahlreiche weitere Länder. Fliegen wurde zur Sicherheitsprozedur, die Terrorabwehr zur politischen Daueraufgabe. New York aber ließ sich nicht unterkriegen. Die Stadt feierte ein spektakuläres Comeback und zählt heute wieder zu den begehrtesten Metropolen der Welt. Die Skyline ist dichter, höher, kühner.

Und mit Zohran Mamdani regiert heute ein Muslim die pluralistischste Metropole Amerikas – eine bemerkenswerte Ironie der Geschichte, auch wenn einige Opferfamilien gegen seine Visite protestierten. Bin Laden hingegen wurde knapp zehn Jahre nach den Anschlägen von US-Navy-SEALs in Pakistan getötet. Der Freitag wird ein Tag des stillen Gedenkens. Aber auch des Bilanzierens: Der Terror hat Amerika verwundet – aber nicht gebrochen.