Bundesliga
3:0 - Salzburg zerlegt Sturm nach irren zwölf Minuten
70 Minuten lang drückte Sturm, zwölf Minuten später war der Schlager entschieden. Salzburg schlug nach langer Grazer Überlegenheit eiskalt zu und feierte einen 3:0-Heimsieg. Nikolas Veratschnig brach den Bann (71.), Jürgen Heil flog mit Gelb-Rot (76.), Kevin Boma erhöhte unmittelbar danach (76.). Joker Aboubacar Camara setzte mit einem spektakulären Seitfallzieher den Schlusspunkt (83.).
Sturm presst Salzburg früh zurück
Die Grazer übernahmen von Beginn an das Kommando. Mit aggressivem Pressing setzte Sturm die Hausherren unter Druck, selbst Salzburg-Stürmer Haris Tabakovic musste phasenweise tief in der eigenen Hälfte mitarbeiten.
Nach 21 Minuten hebelten die Gäste das Salzburger Mittelfeld aus. Simon Seidl legte auf Axel Kayombo quer, der völlig frei den Abschluss versäumte. Wegen Abseits wäre die Szene allerdings ohnehin nicht gewertet worden.
Salzburg brauchte lange, um selbst gefährlich zu werden. Dann aber gleich mehrfach: Sturm-Keeper Khudyakov parierte innerhalb kürzester Zeit gegen Veratschnig und Edmund Baidoo, anschließend landete eine abgerissene Flanke an der Außenstange (24.).
Danach übernahm wieder Sturm. Kayombo verzog nach starkem Dribbling (38.), Koller vergab nach einem Eckball (43.). Trotz Grazer Überlegenheit ging es torlos in die Kabinen.
Röhl reagiert mit Dreifach-Wechsel
Auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig. Sturm bestimmte das Spiel, machte aus seiner Feldüberlegenheit aber zu wenig. Salzburg-Coach Danny Röhl reagierte früh und brachte zwischen der 52. und 53. Minute Sota Kitano, Aboubacar Camara und Yorbe Vertessen. Später kam auch Umut Tohumcu.
Bei Sturm ersetzte Ex-Salzburger Oumar Diakité Axel Kayombo (58.). In der 66. Minute feierte Otar Kiteishvili sein Comeback.
Kurios blieb Salzburgs Schwäche bei Standards: Auch der 51. Eckball der Bundesliga-Saison brachte keinen Treffer. Die Bullen warten damit weiter auf ihr erstes Corner-Tor.
Zwölf Minuten stellen den Schlager auf den Kopf
Dann kippte die Partie komplett. Nachdem Arjan Malic bei einem Zweikampf verletzt liegen geblieben war, ging der Ball ins Out. Salzburg führte schnell aus. Camara trug die Kugel über das Feld und scheiterte zunächst an Khudyakov. Der Grazer Klärungsversuch landete bei Mazurek, über dessen Abschluss kam der Ball zu Veratschnig – 1:0 (71.).
Für Sturm kam es danach knüppeldick. Heil sah wegen Reklamierens Gelb (72.) und griff vier Minuten später nach einem Zweikampf seinem Gegenspieler an den Hals – Gelb-Rot (76.).
Den folgenden Freistoß brachte Dominik Schmid an den zweiten Pfosten. Boma köpfelte auf den Boden, der Ball rutschte Khudyakov zum 2:0 durch die Arme (76.).
Camara packt den Seitfallzieher aus
Den spektakulärsten Moment hob sich Salzburg für das Finish auf. Vom Mittelkreis ging es schnell über Vertessen zu Kitano. Dessen Flanke erreichte Camara am zweiten Pfosten – der Joker versenkte den Ball per Seitfallzieher über die Unterkante der Latte zum 3:0 (83.).
Fast fiel sogar noch das vierte Tor. Der gerade eingewechselte Frans Krätzig nahm eine Vorlage von Kitano im Volltempo und zog ab, Khudyakov verhinderte mit einer starken Parade das 4:0 (87.).
Mit dem 3:0 zog Salzburg in der Tabelle an Sturm vorbei und geht ungeschlagen in die dreiwöchige Länderspielpause. Rapid bleibt Tabellenführer.