Senegal ist raus

3:2! VAR-Elfer rettet Belgien in der Verlängerung

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Senegal ist nach einem 2:0-Vorsprung gegen Belgien noch in der Verlängerung ausgeschieden. Das 3:2 fiel in der 125. Minute durch einen VAR-Elfmeter.
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Belgien hat mit einem starken Comeback bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko gerade noch das Out im Sechzehntelfinale verhindert. Die Truppe von Teamchef Rudi Garcia rettete sich am Mittwoch in Seattle gegen den Senegal nach 0:2-Rückstand dank eines späten Doppelschlags in die Verlängerung, wo Youri Tielemans mit seinem zweiten Tor zum 3:2 zum Matchwinner avancierte. Im Achtelfinale wartet am Dienstag wieder in Seattle Gastgeber USA oder Bosnien-Herzegowina.

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Die Belgier mussten vor 66.925 Zuschauern nach Gegentoren von Habib Diarra (24.) und Ismaila Sarr (51.), der zum vierten Mal im Turnierverlauf traf, völlig zurecht lange einem Rückstand nachlaufen. Mit einer Leistungssteigerung im Finish zogen sie aber den Kopf noch aus der Schlinge. Der 33-jährige "Joker" Romelu Lukaku (86.) mit seinem 92. Länderspieltor und Tielemans (89.) brachten den Weltranglistenzehnten in die Verlängerung, in der ein umstrittener Elfmeter die Entscheidung brachte. Ein zweites WM-Out nach der Gruppenphase in Folge konnten die Belgier somit verhindern.

Diarra brachte Senegal zurecht in Front

Die von Pape Thiaw trainierten Senegalesen gaben doch etwas überraschend über weite Strecken der ersten Hälfte den Ton an, ließen den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen und drückten so auf den Führungstreffer. Nach einer von Thibaut Courtois abgewehrten Flanke staubte Sarr aus kurzer Distanz an die Stange ab und setzte den Nachschuss im Liegen daneben (13.). Ein Volleyschuss von Idrissa Gana Gueye fiel zu zentral aus (17.). In Minute 24 hatte Sarr wieder bei einem Stangentreffer, diesmal per Kopf nach Mane-Flanke, Pech, dafür reagierte Diarra am schnellsten und staubte ohne Mühe zum 1:0 ab. Mane verabsäumte es, nachzulegen (37.).

Die "Roten Teufel" meldeten sich erst im Finish, nachdem zuvor drei Flitzer auf den Rasen gerannt waren, auch in der Offensive. Ein Doku-Abschluss wurde gefährlich abgefälscht (43.), zudem konnte sich Tormann Mory Diaw bei einem gut angetragenen Fernschuss von Maxim de Cuyper auszeichnen (45.). Den kurzen Schwung konnten die Belgier mit dem zur Pause eingewechselten Lukaku aber nicht in die zweite Hälfte mitnehmen. Die Afrikaner machten früh vermeintlich den Sack zu, legten am Ende eines Chancen-Triplepacks nach. Einen weiten Ball von Moussa Niakhate nahm sich Sarr mit der Brust herunter und vollendete mit dem zweiten Kontakt.

Später belgischer Doppelschlag

Die Belgier, bei denen Unstimmigkeiten auf dem Platz zu erkennen waren, wandelten ihr erhöhtes Risiko erst ab der 78. Minute in Chancen um. Ein Schuss von Dodi Lukebakio ging da daneben, wie kurz später ein Kopfball von Timothy Castagne (83.). Einmal mehr Lukaku war es dann, der seinem Team wieder neue Hoffnung brachte. Eine Hereingabe von Thomas Meunier verwertete der Goalgetter am kurzen Eck. Den Doppelschlag perfekt machte Tielemans per Kopf nach einer Trossard-Flanke. Goalie Diaw war auf den Ball gegangen, hatte diesen aber verfehlt.

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Die erste Hälfte der Verlängerung dominierten die Belgier, danach fand zuerst Senegal den Matchball vor, Ibrahim Mbaye vergab (109.). Aufseiten der Belgier scheiterte Lukebakio an der Latte (117.). Wenig später meldete sich der VAR, nachdem Lamine Camara nach einer Hereingabe Tielemans am Fuß getroffen hatte. Der Gefoulte selbst trat an und gab sich keine Blöße. Dadurch jubelten die Belgier wie zuletzt beim 5:1 gegen Neuseeland.