Bewohner "on hold"

4 Wochen nach Katastrophe: Keine Entwarnung für Einsturz-Haus

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Fast vier Wochen nach dem folgenschweren Hauseinsturz in der Wiener Innenstadt gibt es für die betroffenen Bewohner noch immer keine Entwarnung.
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Für die Bewohner des historischen Hauses in der Färbergasse im 1. Wiener Gemeindebezirk bleibt die aktuelle Lage nervenaufreibend. Nachdem Ende September mehrere Decken des Gebäudes eingebrochen waren, ist weiterhin unklar, wann die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die Baupolizei spricht von einer äußerst schwierigen Sicherung des Hauses. Mindestens bis Dezember werden die Arbeiten noch andauern.

Die meisten Bewohner leben seit dem Unglück in Ausweichquartieren oder Hotels, der Blick in die Zukunft ist belastend: Niemand kann derzeit sagen, wann eine Rückkehr möglich sein wird. Besonders beunruhigend: Im abgesperrten Haus hat es bereits Plünderer gegeben. Die Folgen treffen aber nicht nur die Mieter schwer: Das Lokal "Brezlgwölb" im Ledererhof ist seit dem Einsturz geschlossen. Für den Familienbetrieb wird die Situation zunehmend existenzbedrohend. Während die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen, summieren sich die finanziellen Einbußen und Schäden.

Nach stundenlangen Sucharbeiten in den Trümmern des Hauseinsturzes in der Färbergasse in der Wiener Innenstadt haben die Einsatzkräfte in der Nacht auf Mittwoch eine 85-Jährige tot geborgen. © APA/STADT WIEN | FEUERWEHR

Das mehr als 200 Jahre alte Gebäude gilt nach wie vor als einsturzgefährdet. Das Erdgeschoß ist von Schuttmassen blockiert und kann derzeit nicht betreten werden. Beim Teileinsturz kam eine 85-jährige Bewohnerin ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile gegen vier Beschuldigte. Parallel dazu sollen Sachverständige klären, wie und warum es überhaupt zu der Katastrophe kommen konnte.