Berlin

442 illegale Straßenrennen in nur sieben Monaten

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Raserei auf Berlins Straßen bleibt ein massives Sicherheitsproblem: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 registrierte die Polizei bereits 422 illegale Autorennen, also durchschnittlich zwei Fälle täglich. Im gesamten Vorjahr waren es 645.
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Die Zahl der gefährlichen Rennen droht erneut ein hohes Niveau zu erreichen. Bei den bisher erfassten Fällen handelt es sich nicht ausschließlich um klassische Straßenrennen zwischen mehreren Fahrzeugen. Nach Paragraf 315d des deutschen Strafgesetzbuchs gilt auch die sogenannte Alleinraserei als verbotenes Kraftfahrzeugrennen, wenn Fahrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos unterwegs sind, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Keine Angaben zu Migrationshintergrund

Auffällig ist die Geschlechterverteilung: Laut Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamts sind mehr als drei Viertel der wegen entsprechender Delikte registrierten Personen Männer.

Angaben über einen Migrationshintergrund der Berliner Tatverdächtigen wurden nicht veröffentlicht.

Gleichzeitig dokumentierte die Berliner Polizei von Jänner bis Juli insgesamt 665.937 Geschwindigkeitsverstöße. Im gesamten Jahr 2025 waren es etwa 1,1 Millionen. Der bisherige Zehnjahresrekord stammt aus dem Jahr 2019 mit 1.155.472 Fällen.

Berlin hat seine Geschwindigkeitskontrollen erheblich ausgeweitet: Die Zahl stationärer Blitzer stieg innerhalb eines Jahrzehnts von 15 auf 50. Zusätzlich kontrollieren durchschnittlich neun mobile Messteams täglich den Verkehr. Sechs weitere Messanlagen sind auf Anhängern montiert.