Etliche Verstöße
81 Anzeigen bei E-Moped-Kontrollen in Linzer City
Linz. Die neuen Regeln für E-Mopeds haben bei der ersten Schwerpunktkontrolle in Linz zu zahlreichen Beanstandungen geführt. Die Verkehrsinspektion kontrollierte am Donnerstag im Innenstadtbereich Fahrzeuge und Lenker. Insgesamt wurden 81 Anzeigen erstattet. Zehn E-Mopeds waren ohne die erforderliche Zulassung unterwegs.
Seit 1. Oktober gelten für E-Mopeds der Fahrzeugklasse L1e-B strengere Vorschriften. Die Fahrzeuge mit Sitz werden rechtlich als zweirädrige Kleinkrafträder eingestuft. Sie benötigen daher eine Zulassung, ein Kennzeichen, eine Versicherung und ein gültiges Pickerl. Für die Lenker gelten außerdem Führerschein- und Helmpflicht.
Acht Personen ohne gültigen Führerschein
Bei der Kontrolle stellte die Polizei unter anderem fehlende Kennzeichen, Zulassungen und Versicherungen fest. Acht Personen waren ohne gültige Lenkberechtigung unterwegs. Auch gegen die Helmpflicht wurde mehrfach verstoßen. Sechs Personen erhielten deshalb ein Organmandat. In vier weiteren Fällen wurden Anzeigen erstattet, nachdem die Betroffenen ein Organmandat abgelehnt hatten. Insgesamt zehn Lenkern untersagte die Polizei die Weiterfahrt.
Neue Regeln für E-Mopeds bis 25 km/h
Die Neuregelung betrifft E-Mopeds mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h, die bisher vielfach wie Fahrräder behandelt wurden und auch auf Radwegen unterwegs sein durften. Hintergrund der Änderungen sind Sicherheitsbedenken aufgrund der teilweise schweren Fahrzeuge sowie Beschwerden über das Fahrverhalten im Stadtverkehr.
Nicht von den neuen Bestimmungen betroffen sind klassische E-Scooter, auf denen die Fahrer stehen. Für sie bleiben die bisherigen Vorschriften bestehen. Auch bei schnelleren E-Mopeds mit einer Bauartgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h ändert sich nichts. Für diese waren bereits bisher eine Zulassung und ein Führerschein erforderlich.