Das Tilisuna-Gebiet am Ende des Gampadelstals in der Montafoner Gemeinde Tschagguns überzeugte auf ganzer Linie: Neben einem malerischen Bergsee vor imposantem Hochgebirgspanorama beherbergt die Region auch das tiefste und längste Höhlensystem Vorarlbergs. Diese alpine Kombination sicherte der Alpe Tilisuna den Titel bei der renommierten ORF-Kür.
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Bereits nach der ersten Runde lag Vorarlberg uneinholbar in Front: Beim Votum der prominenten Länderpaten sammelte das Gebiet 58 von 72 erreichbaren Punkten. Die anschließenden Anrufe und SMS-Stimmen der Zuschauer machten den Triumph perfekt. Auf Platz zwei landete die Steiermark mit der traditionsreichen Riegersburg. Den dritten Rang auf dem Stockerl belegte Niederösterreich mit der geschichtsträchtigen Rax-Seilbahn, die heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiert.
Die prominenten Paten im Studio
Neun prominente Fürsprecher traten für die einzelnen Regionen an, durften allerdings satzungsgemäß keine Punkte an das eigene Bundesland vergeben:
- Sabine Haag
- Benjamin Raich
- Cornelia Hütter
- Toni Polster
- Gery Seidl
- Max Stiegl
- Jutta Fastian
- Alois Mühlbacher
- Anna Buchegger
Das Format, das seit 2014 im ORF-Hauptabendprogramm läuft, erfreut sich stabiler Beliebtheit. Im vergangenen Jahr verfolgten im Schnitt knapp 800.000 Seher die Bundesländer-Gala. Den bisherigen Reichweiten-Rekord stellte der ORF im Jahr 2020 auf, als fast 1,2 Millionen Menschen vor den Bildschirmen mitfieberten.
Die historische Siegerbilanz
Mit diesem jüngsten Erfolg baut Vorarlberg seine Ausnahmestellung in der Geschichte der Sendung weiter aus:
- Vorarlberg (5 Siege – Rekordhalter): Formarinsee und Rote Wand (2015), Körbersee (2017), Lünersee (2019), Wiegensee (2021) und nun Tilisuna (2026).
- Steiermark (3 Siege): Grüner See (2014), Strutz-Mühle (2020), Friedenskircherl am Stoderzinken (2022). Mit insgesamt acht Podestplätzen stand die Steiermark so oft wie kein anderes Land auf dem Stockerl.
- Niederösterreich (1 Sieg): Mariazellerbahn (2025).
- Salzburg (1 Sieg): Gadaunerer Schlucht (2024).
- Kärnten (1 Sieg): Burg Landskron (2023).
- Oberösterreich (1 Sieg): Schiederweiher (2018).
- Wien & Burgenland: Beide Bundesländer warten weiterhin auf ihren ersten Gesamtsieg. Heuer traten sie mit dem Türkenschanzpark bzw. der Brücke von Andau an.
Alle 27 Nominierten im Überblick
Der Entscheidungsshow ging eine mehrwöchige Vorausscheidung voraus. Bereits am 8. Oktober wurden die neun Landessieger gekürt, die sich zuvor gegen jeweils zwei Mitbewerber pro Bundesland durchgesetzt hatten. Zur Auswahl standen heuer insgesamt 27 Juwele:
- Burgenland: Die Brücke von Andau, die Pfarrkirche Mariasdorf, der Oggauer Seeberg.
- Kärnten: "Weg der Liebe", Bleistätter Moor, Griffner Schlossberg.
- Niederösterreich: Rax-Seilbahn, Kamptal, Kellergasse Mailberg.
- Oberösterreich: Hutterer Böden, Wolfsschlucht Bad Kreuzen, Pöstlingberg.
- Salzburg: Schafberggipfel, Friedenskirche Hochgründeck, Wasserfallweg Lofer.
- Steiermark: Riegersburg, Stift St. Lambrecht, Talbachklamm.
- Tirol: Fotschertal, Rifflsee im Pitztal, Festung Kufstein.
- Vorarlberg: Tilisuna, Alpe Klesenza, St. Corneli.
- Wien: Türkenschanzpark, die Gloriette, Schulgarten Kagran.