Wien. Banken in Österreich teilen Kunden ab einem bestimmten Kontostand in verschiedene Vermögensklassen ein. Entscheidend ist dabei laut dem Portal "finanz.at" nicht das Einkommen oder der Immobilienwert, sondern das frei verfügbare, veranlagbare Kapital.
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Beispiel: Hat jemand eine Immobilie für 500.000 Euro gekauft, muss aber 400.000 Euro an Kredit dafür abstottern, dann steht dieses Vermögen nicht frei für Geldanlagen zur Verfügung.
Die Vermögensklassen im Überblick:
- Affluent, ab 100.000 Euro: Diese erste Stufe bringt eine intensivere Betreuung.
- High Net Worth Individuals, ab 1 Million Euro: Rechnerisch etwa 369 Median-Netto-Monatsgehälter.
- Very High Net Worth Individuals, ab mehreren Millionen Euro).
- Ultra High Net Worth Individuals, ab rund 30 Millionen Euro).
Mit dem steigenden Vermögen, werden auch die angebotenen Dienstleistungen – wie individuelle Anlagestrategien, Steuerplanung, persönliche Betreuung oder Vermögensstruktur – der Banken mehr.
Warum freies Kapital zählt
Für Banken ist vor allem relevant, wie viel Geld tatsächlich veranlagt werden kann. Ein selbstgenutztes Eigenheim oder noch belastete Immobilien zählen zum Gesamtvermögen, fallen hierbei jedoch meist weg.
Zum Hintergrund: Laut Oesterreichischer Nationalbank verfügen österreichische Haushalte über ein gesamtes Geldvermögen von rund 896 Milliarden Euro.