16,7 Cent weniger
Ab jetzt Tankrabatt - sehen Sie schon den Preissturz?
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) hat eine sofortige, vollständige Weitergabe angekündigt und verweist auf den Wettbewerb der rund 14.000 Tankstellen. Eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es nicht. Kartellamtspräsident Andreas Mundt räumte ein, seine Behörde könne eine vollständige Weitergabe "nicht durchsetzen".
Ifo-Forscher Florian Neumeier erwartet eher aber 15 statt 16,7 Cent. Beim Rabatt von Mai und Juni kam Superbenzin laut Ifo nahezu vollständig an (E5: 17 Cent, E10: 16 Cent gegenüber Vergleichspreisen ohne Rabatt), Diesel nur zu etwa 12 Cent – rund 73 Prozent. Das Bundeskartellamt maß für denselben Zeitraum 13,8 von 16,7 Cent beim Diesel und 13,0 Cent bei Super E5. Die Monopolkommission sprach von regional unterschiedlichen Lücken und einem Wettbewerbsproblem auf der vorgelagerten Stufe. Verbraucherzentrale-Vorständin Ramona Pop sieht erneut "deutliche Hinweise" auf eine Mitnahme.
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Weltmarktpreise sinken nicht
Viele Autofahrer haben den Tankbesuch auf den Stichtag verschoben. doch der ADAC erwartet keine flächendeckenden Engpässe, er rechnet aber mit einem verstärkten Andrang bei den Tankstellen. Schon am Mittwoch waren die Preise vor dem Rabatt gefallen: E10 um 10 Uhr 4,2 Cent unter dem Dienstagswert, Diesel 3,9 Cent. Am Dienstag lag E10 im Schnitt bei 2,258 Euro, Diesel bei 2,409 Euro.
Die Ursache der Rekordpreise im September ist der Krieg um den Iran seit Ende Februar, der Exporte aus der Golfregion einschränkt. Außerdem treiben die Zerstörungen an Russlands Raffinerieanlagen die Weltmarktpreise nach oben. Brent lag zeitweise um 103 Dollar. Heizöl bleibt außen vor. Der Staat verzichtet auf 2,485 Milliarden Euro Energiesteuer plus rund 293 Millionen Euro Umsatzsteuer. Die Länder tragen die Hälfte; der Bund tritt ihnen dafür weniger Umsatzsteuer ab. Ifo-Präsident Clemens Fuest hält die Maßnahme für teuer und unzielgenau. Ab 2027 soll ein Spritpreisdeckel folgen.