Diese Traditionsveranstaltung markiert für die rund 130 Mitglieder des Niederösterreichischen Teichwirteverbands auch den Start in die verkaufsintensive Zeit: Der überwiegende Teil der Waldviertler Karpfen wandert nämlich bis Weihnachten über die Ladentische. Der Rest wird in den darauffolgenden Wintermonaten verkauft.
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Schon seit 1999 ist der "Waldviertler Karpfen" eine geschützte Marke. Das Waldviertel ist mit ca. 1.650 Hektar Teichfläche das bedeutendste Karpfengebiet Österreichs. In Niederösterreich werden pro Jahr rund 400 Tonnen Karpfen produziert.
Arbeitsintensive Fisch-Zucht
Etwa 50 Prozent der im Herbst abgefischten Waldviertler Karpfen werden auf dem Teller landen. Die andere Hälfte geht als Fischbesatz an andere Gewässer. Es dauert drei bis vier Jahre, bis die Karpfen ein Gewicht von 2 bis 2,5 Kilo erreichen und damit speisereif sind. Grätenfreie Karpfenfilets enthalten nur zwischen vier und sechs Prozent Fett.
Wenig Freude haben die Niederösterreichs Teichwirte mit den natürlichen Feinden der Karpfen, dem Fischotter und Fischreiher. Einen wirksamen Schutz gegen sie gibt es nicht. Einen kleineren Teich mit einigen 100 m2 Größe kann man leicht mit einem Elektrozaun gegen Fischotter schützen. Bei einem großen Gewässer aber, das mehrere 1.000 m2 groß ist, scheidet diese Möglichkeit aus.