Red-Bull-Star Max Verstappen hat sich am Samstag die Pole Position für den Formel-1-Grand-Prix in Malaysia am Sonntag (9.00/live ServusTV, Sky) gesichert. Für den Niederländer, der 2017 das jüngste Rennen der Motorsport-Königsklasse in Sepang gewonnen hatte, ist es die erste Pole heuer und seine 49. insgesamt. Ferrari-Ass Lewis Hamilton kam auf Rang zwei. Enttäuschung herrschte beim bisherigen WM-Dominator Mercedes, der trotz eines Auto-Upgrades nur hinterherfuhr.
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WM-Leader Kimi Antonelli wurde Vierter, darf aber von Position drei aus starten. Grund dafür ist, dass der im Qualifying drittplatzierte Isack Hadjar (Red Bull) in der Startaufstellung um fünf Plätze nach hinten strafversetzt wird. Grund dafür ist ein Motorwechsel. Im Duell mit seinem Teamkollegen George Russell verschaffte sich Antonelli einen Vorteil. Russell schaffte es nur auf Platz acht, was aufgrund der Hadjar-Strafe Startposition sieben bedeutet. Im Klassement liegt der Brite, der zuletzt in Baku triumphierte, 66 Punkte hinter Antonelli.
Für Verstappen geht es am Sonntag, vier Tage nach seinem 29. Geburtstag, um den ersten Saisonsieg. "Das ist das Ziel, wenn man die Pole hat", meinte der vierfache Weltmeister nach getaner Arbeit. Es wäre sein 72. GP-Sieg.
Verstappen dominiert Qualifying
In Sepang wird der wegen des Iran-Kriegs ausgefallene Bahrain-GP ausgetragen. Dass die Red-Bull-Boliden auf der Strecke ausgezeichnet funktionieren, bewiesen beide Fahrer im Qualifying. Verstappen gab in allen drei Phasen klar den Takt vor und blieb schlussendlich im Q3 in 1:35,130 Min. - gut drei Zehntel vor Hamilton - ungefährdet. "Fantastisch", meinte der Niederländer zufrieden. "Nach diesem Start in die Saison ist das jetzt unglaublich. Für heute bin ich erst mal glücklich, und morgen versuche ich zu gewinnen."
Sein Teamchef Laurent Mekies gab sich im ServusTV-Interview beinahe euphorisch. "Das ist die erste Pole mit unserer eigenen Powerunit im Auto, also mit dem Ford-Motor drinnen. Das ist ein ganz spezieller Moment. Max hat einen unglaublichen Job hingelegt. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht."
Katzenjammer bei Mercedes
Ganz anders war die Stimmungslage beim bisherigen Saisondominator Mercedes, der eigentlich mit Verbesserungen am Auto nach Malaysia gereist war. "Wir haben ein Upgrade aufs Auto gegeben, das überhaupt nicht funktioniert. Wir verlieren auf allen Geraden, das heißt, wir haben zu viel Luftwiderstand. Etwas, was so nicht absehbar war. Da sind einige Hausaufgaben zu machen", monierte Teamchef Toto Wolff. So hatte Antonelli eine halbe Sekunde Rückstand auf Verstappen, Russell gar mehr als sieben Zehntel.
Hinzu kam, dass Antonelli im Q2 die Tracklimits überschritt und ihm dadurch eine schnelle Runde aberkannt wurde. Das hatte zur Folge, dass er einmal mehr als die Konkurrenz auf die Strecke musste und damit einen zusätzlichen Reifensatz verheizte. Dieser fehlte ihm dann im entscheidenden Q3. "Ich habe mich da selber in diese Lage gebracht. So hatte ich im Q3 nur noch Reifen für einen schnellen Versuch", bedauerte der 20-Jährige, der aber ebenfalls mit der Performance seines Boliden haderte. "Im dritten Freien Training sahen wir noch stark aus, aber irgendwie hat es im Qualifying nicht funktioniert." Wolff sagte, nun gelte es, "zu verstehen, was passiert ist".
Für das Rennen am Sonntag war der Wiener pessimistisch. "Ich sehe keine Chance, wenn dir auf den Geraden so viel fehlt, wie uns im Moment." Hinzu kommen die anspruchsvollen Bedingungen in Sepang wie die Hitze und die Streckenbeschaffenheit. Darauf wies auch Hamilton hin. "Es ist so heiß hier, das ist eine große Herausforderung für die Reifen, für die Autos, für die Mechaniker in der Garage", erklärte der Rekordweltmeister, der sich aber gerüstet sieht. "Ich weiß, wir haben eine gute Balance. Max (Verstappen, Anm.) war sehr stark. Ich versuche einfach, morgen mitzuhalten", so der in der WM drittplatzierte Hamilton.