FIFA in Not

"Äußerst bedenklich" - ÖFB-Chef reagiert auf Trump-Eklat

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Der Aufschrei wegen möglicher Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump auf die Spielberechtigung von Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien ist groß.
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"Rote Karten werden nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben. Sie werden auf der Grundlage von Regeln, Beweisen und durch unabhängige Gremien revidiert", schrieb der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter auf X. Auch ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll forderte Aufklärung.

"Die kolportierten Vorgänge vermitteln zum jetzigen Zeitpunkt ein äußerst bedenkliches Bild und gefährden das Vertrauen in unseren Sport. Jetzt ist die FIFA gefordert, im Sinne des Fußballs die Entscheidung der Gremien und den gesamten Entstehungsprozess lückenlos und transparent offenzulegen", teilte Pröll auf APA-Anfrage mit. Eine dringende Erklärung fordert auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Die FIFA sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte ... ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll."

Der womöglich künftige deutsche Bundestrainer Jürgen Klopp war schlicht außer sich. "Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel", sagte er als MagentaTV-Experte. "Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage", sagte Klopp weiter und meinte: "Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben." Mit Erstaunen reagierte auch Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel: "Wer kippt diese Entscheidung dann - und wann? Und auf welcher Grundlage? Wie weit geht das jetzt? Es ist einfach seltsam für mich."